Bürgerempfang im Kurhaus

Gemeinsamer Jahresauftakt

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Gespräche in lockerer Atmosphäre führen die Isnyer Bürgerinnen und Bürger beim Empfang im Kurhaus.

Isny – Rund 300 Isnyer Bürgerinnen und Bürger und auch eine Delegation aus der Schweizer Partnerstadt Flawil hatten sich vergangenen Mittwoch zum diesjährigen Bürgerempfang der Stadt Isny im Kurhaus am Park eingefunden.

Vor Beginn der Veranstaltung herrschte bei den Organisatoren allerdings etwas „Lampenfieber“, denn es war nicht vorauszusehen, wie viele Isnyer diesen Termin wahrnehmen würden. Den musikalischen Teil des Empfangs hatte die Stadtkapelle übernommen. Im Hintergrund war Klaus Hägele, Hauptamtsleiter und Geschäftsführer der Isny Marketing GmbH, mit Vorbereitungen, Programm und Ablauf erfolgreich beschäftigt. Das Team, zusammengesetzt aus Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Kurhaus-Restauration hatte alles gut im Griff und Bürgermeister Rainer Magenreuter dankte für die gelungene Veranstaltung, als er seine Rede mit Rückblick und weiteren Aussichten hielt. 363 Tage hat das Jahr noch zu bieten, denn zwei Tage waren am Tag des Empfangs, am 2. Januar, bereits verstrichen. Und „Isny macht 363“ war eigentlich auch das Motto des ganzen Abends. Karina Rast vom Bürgermeisteramt hatte eine Powerpoint-Präsentation mit Bildern aus dem Jahresablauf zusammen gestellt und lockerte damit die Rede von Rainer Magenreuter etwas auf.
Besonders eingeladen waren auch alle Isnyer, die im vergangenen Jahr ihren 18. Geburtstag feiern konnten. Allerdings war von diesen jungen Bürger kaum jemand der Einladung gefolgt. Magenreuters Begrüßung der Isnyer Neubürger war da schon erfolgreicher. Auf seine Frage, ob von ihnen jemand gekommen war, streckten doch einige ihre Hände in die Luft. „In vielen Städten gibt es einen eigenen Jungbürgerempfang und auch noch einen Neubürgerempfang, uns aber ist es wichtig, das diese Bürger sich nicht nur unter sich treffen, sondern das wir alle, jung und alt, Alteingesessene und Neubürger eine Gemeinschaft bilden, uns austauschen und zusammen gehören“, so Bürgermeister Magenreuter. Viele Entscheidungen
Sein anschließender Jahresrückblick zeigte auf, wie spannend und arbeitsaufwendig das vergangene Jahr gewesen ist. Der Bürgerentscheid am 5. Februar 2012, die neue Richtung für eine umfassende Bürgerbeteiligung an den Entscheidungen der Stadt, die Misere des Isnyer Krankenhauses und die nun eingeleiteten Schritte. „Wir halten uns an unsere Verträge, die wir abgeschlossen haben“, versicherte der Rathauschef. An dieser Stelle kam starker Beifall auf, denn da sprach er den Isnyern aus der Seele. Weiter ging es mit der Darstellung der Vorhaben in der südlichen Altstadt, den Grabungen, dem Erwerb von zehn Hektar Bauer- wartungsland an der Lobauer Straße hinter dem Stephanuswerk und der Erstellung eines Teilflächenutzungsplanes für das Gemeindegebiet zur Regelung der zu erwartenden Nutzung von Windkraftanlagen.Anschließend ließ er eine ganze Reihe positiver Ergebnisse des abgelaufenen Jahres Revue passieren. Von der frisch sanierten Seidenstraße bis zum neuen Einsatzfahrzeug der Isnyer Feuerwehr, von den erfolgreichen Ausstellungen in der städtischen Galerie im Isnyer Schloss bis zur Verabschiedung des Haushaltes 2013. „Was wir in Isny selbst entscheiden, selbst durchführen, läuft bestens“, betonte Rainer Magenreuter.Der Ausblick auf das Jahr 2013 ist an einigen Punkten auch wieder erfreulich: 50 Jahre feiert die Narrenzunft Lachende Kuh, 100 Jahre der SPD-Ortsverein Isny und 30-jähriges Jubiläum hat das Theaterfestival in Isny. Isnyer Veranstaltungen wird es auch heuer wieder in großer Zahl geben.Mit nicht so großer Zuversicht sprach Magenreuter über die Abgaben zu denen die Stadt verpflichtet ist. Rund 10,2 Millionen Euro sind für Kreisumlage, Finanzausgleich und Gewerbesteuerumlage zu berappen. Dagegen erscheinen die Ausgaben, die von der Stadt zu bewältigen sind, fast schon bescheiden. „Die Summen kann man im fast 400 Seiten starken Haushaltsplan nachlesen“, sagte er.Warum die Isnyer einen besonderen Stolz entwickeln, liegt nach Meinung von Bürgermeister Magenreuter auf der Hand: „Die Bundesrepublik gibt es seit 64 Jahren, das Land Baden-Württemberg seit 61 Jahren den Landkreis Ravensburg seit 40 Jahren, aber Isny und seine Bürger blicken auf fast 1000 Jahre Geschichte zurück.“
Fritz berichtet
Eigentlich waren es zwei Veranstaltungen, die vergangene Woche im Kurhaus parallel stattfanden. Denn im Anschluss an die Rede des Stadtoberhaupts folgte ein Bericht des Vorsitzenden der Kinderfestkommission, Thomas Fritz. Noch 192 Tage bis zum nächsten Kinderfest sind für ihn eine gut überschaubare Zeitspanne und bis dahin will er noch einiges mit seinen anderen ehrenamtlichen Helfern in die Wege leiten. Offensichtlich ist ein Defizit bei den Finanzen zu bewältigen das mit Hilfe von Sponsoren oder auch von der Stadt bewältigt werden soll. Thomas Fritz wird auf jeden Fall auch einige Dinge im Ablauf ändern wollen. Wie weit die Isnyer ihn da unterstützen, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Er meinte selbst dazu, dass er ebenfalls nicht in der Lage ist, es in diesem Ehrenamt allen Leuten recht zu machen. Den Abschluss des Abends auf der Bühne hatte das Ziegelbacher Quartett übernommen und leitete zum offenen Teil des Empfangs über.

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