"Grundgesetz ist keine Verschwörungstheorie"

Rund 600 Menschen gehen auf dem Hildegardplatz für die Grundrechte auf Abstand

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Trotz der vielen TeilnehmerInnen wurden diesmal die Abstandsregeln weitestgehend korrekt eingehalten.

Kempten – „Ich habe viele Fragen dabei, aber keine Antworten“, meinte Jochen Wilde, einer der Veranstalter der für 300 Teilnehmer angemeldeten Demo zur Wahrung der Grundrechte, kurz vor Beginn am vergangenen Samstagnachmittag auf dem Hildegardplatz.

Sowohl er als auch Marcus Hörmann, Leiter der Polizeiinspektion Kempten, äußerten sich zufrieden mit dem neuen, nochmals optimierten Veranstaltungskonzept. Kreuze auf dem Boden markierten die Plätze, wo sich die 300 einzelnen Menschen (oder auch im selben Haushalt lebende Paare) hinstellen durften; am Einlass wurde penibel mitgezählt. 

Demonstration zur Wahrung der Grundrechte

 © Tröger
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Eineinhalb Stunden hatten die Veranstalter als Zeitfenster bekommen. Ein Rahmen, den sie nutzten, um abwechselnd das Wort an die friedlichen, teilweise mit Transparenten und Schildern bestückten, TeilnehmerInnen zu richten. Unter anderem wurde dabei Kritik darüber laut, dass anders denkende Experten als die von der Regierung bevorzugten, nicht gehört würden und kein Diskurs entstehe. 

Auch die Medien wurden ins Visier genommen, von denen nahezu alle auf das Thema pro Maskenpflicht angesprungen seien, ohne diejenigen auch nur zu Wort kommen zu lassen, die die Sinnhaftigkeit des Maskentragens anzweifelten. Als ein weiteres Problem wurde der Interessenkonflikt u.a .der Weltgesundheitsorganisation aufgrund ihrer Finanziers gesehen oder daran erinnert, wie das damals mit der angeblichen Schweinegrippe-Pandemie vor gut zehn Jahren gewesen sei, mit zahlreichen Impfschäden in Folge.

Auch von Vertrauensverlust war die Rede, sowohl seitens der Bürger gegenüber der Politik, als auch bei der Politik gegenüber den Bürgern. Top-Thema war aber natürlich das Grundgesetz, das trotz der nicht angezweifelten Existenz und Gefährlichkeit des Virus, nicht unter die Räder kommen dürfe. „Die parlamentarische Kontrolle, die Opposition ist ersetzt worden durch Gesundheitsexperten“, hieß es. „Wir sind keine Impfkritiker oder – gegner“, einer der Redner, aber für die Impf-Freiheit. 

Ob das Virus zur Bargeldabschaffung oder Vertuschung der Wirtschaftskrise diene könne er nicht beurteilen, „da bin ich kein Experte“, distanzierte der Mann am Megaphon sich von Verschwörungstheorien. „Aber ich will nicht in Angst leben“, stellte er klar, denn „Angst essen Seele auf“. 

Und noch ein unmissverständlicher Satz ertönte aus dem Megaphon: „Ich möchte keine Lockerungen, ich möchte sofort meine Grundrechte zurück“, meinte eine Rednerin. Bis Ende Juni sind jeweils samstags weitere Demos beantragt. Hörmann wirkte während der Veranstaltung gelassen. Er sah weder bei den 300 Teilnehmern im Karré noch bei den bestimmt nochmals so vielen darum herum keinen Grund zu Beanstandungen. 

Christine Tröger

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