Ruth Malsch ist Deutsche Meisterin

Mit starken Kämpfen sichert sich Ruth Malsch (links) den Deutschen Meistertitel. Fotos: Läufle

Ruth Malsch hat es geschafft: Mit einer überzeugenden Leistung kürte sich die 16-Jährige vom 1. Kemptener Karate Dojo im TVK am Samstag in Berlin zur Deutschen Meisterin. Zudem erkämpfte sie sich mit dem Team noch Platz drei. Ebenfalls erfolgreich waren Christian Hepting, Kevin Schin- köthe und Julian Sichler. Sie gewannen im Kata-Team-Wettbewerb die Bronzemedaille.

„Ich will Deutsche Meisterin werden.“ – Dieses Ziel setzte sich Ruth Malsch schon bevor sie nach Berlin fuhr. Wochenlang hat sie sich mit ihrem Heimtrainer Siggi Drexel sowie in Landes- und Bundeskaderlehrgängen intensiv auf das Turnier vorbereitet und das hat sich gelohnt: Von Beginn an zeigte sie im Kumite (Freikampf) der Juniorinnen bis 59 Kilogramm ihre Klasse. Ihre ersten beiden Gegnerinnen fegte sie mit 8:0 und 5:0 von der Matte. Im Halbfinale wartete ihre größte Konkurrentin, Nationalkämpferin und EM-Dritte Katja Schweier aus Freudenstadt. Die junge Allgäuerin kam gut in den Kampf und ging durch einen Fauststoß zum Bauch ihrer Gegnerin mit 1:0 in Führung. Schweier kämpfte ebenfalls gut und schaffte kurze Zeit später den Ausgleich. Doch Malsch ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und agierte konzentriert weiter. Ihr gelangen noch zwei weitere Punkte, sodass sie mit einem verdienten 3:1-Sieg ins Finale einzog. Dort traf sie auf die Magdeburgerin Melina Droste. Es entwickelte sich ein enges Duell, indem die Sonthoferin taktisch klug kämpfte und 20 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Punkt machte. Somit sicherte sie sich ihren ersten Deutschen Meistertitel und fiel ihrem Trainer Siggi Drexel überglücklich in die Arme. Angespornt durch diesen großen Erfolg zeigte Malsch auch im Kumite-Team, das sie zusammen mit ihrer Schwester Lena sowie Hanna Zellhuber und Beatrice Schaupner aus Waldkraiburg bildete, tolle Kämpfe. Die vier Mädels kämpften sich souverän bis ins Halbfinale vor, wo sie sich allerdings knapp der Kampfgemeinschaft aus Nordrhein-Westfalen beugen mussten. Im kleinen Finale gegen Waltershausen sorgten Zellhuber und die Malsch-Schwestern für die entscheidenden Punkte, sodass sich das Team über die Bronzemedaille freuen durfte. Die gleiche Platzierung schafften auch Christian Hepting, Kevin Schinköthe und Julian Sichler im Kata (Scheinkampf)-Team. Als eines der jüngsten Teams überzeugten sie die Kampfrichter mit ihren starken und synchronen Katas. Im Viertelfinale mussten sie sich jedoch den späteren Deutschen Meistern aus Berlin beugen. Über die Trostrunde hatten sie noch die Chance auf Platz drei – und die nutzen sie auch. Mit der Kata Kanku Sho und anschließendem Bunkai (Anwendung der Techniken) ließen sie ihren Baden-Württembergischen Konkurrenten keine Chance und sicherten sich mit einem klaren 4:1-Sieg die Bronzemedaille. Im Kata-Einzel gewann Christian Hepting sein erstes Duell, zog jedoch dann den Kürzeren. Julian Sichler musste sich ebenfalls frühzeitig geschlagen geben. Auch Alina Zahn, Alicia und Selina Kettner schieden im Kata-Team ebenso wie Mikosch Augele im Kumite der Jugendlichen bis 63 Kilo trotz guter Leistungen in der Vorrunde aus. Insgesamt waren die diesjährigen Deutschen Meisterschaften in Berlin für das 1. Kemptener Karate Dojo im TVK 1856 mit einer Gold- und zwei Bronzemedaillen einmal mehr sehr erfolgreich. Die mitgereisten Trainer Siggi Drexel und Jayson Schinköthe waren mit den Leistungen der Athleten sehr zufrieden.

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