Beschluss durch den Stadtrat soll noch in diesem Jahr erfolgen

Mobilitätskonzept 2030: Wie geht es weiter?

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Kempten – Wie geht es mit dem Mobilitätskonzept 2030 weiter? Wie sieht der aktuelle Sachstand aus? Diese Fragen wurden am vergangenen Montag von Markus Wiedemann, Leiter des Amts für Tiefbau und Verkehr, mit einem Sachstandsbericht im Verkehrsausschuss beantwortet. „Noch in diesem Jahr wollen und müssen wir das Mobilitätskonzept abschließen“, begann Wiedemann seinen Vortrag.

Nachdem der Stadtrat im Dezember vergangenen Jahres die Leitziele des Mobilitätskonzepts abgesegnet hat, werden nun konkrete Maßnahmen entwickelt, um diese auch zu erreichen. Dabei werde man aber keine eindeutigen Lösungen bekommen, für die Problempunkte sollen lediglich Impulse geliefert werden, erklärte Wiedemann. Die Hauptfragestellung laute dabei, wie die Hauptverkehrsstraßen im Innenraum Kemptens entwickelt werden sollen.

Die erarbeiteten Maßnahmenpakete sollen in drei Planungswerkstätten Ende März, Ende Mai und Ende Juli diesen Jahres dem Arbeitskreis vorgestellt werden. Dabei werde das Stadtgebiet in drei Bereiche – Zentrum, Innenraum und Gesamtstadt – unterteilt und Projekte innerhalb dieser Abschnitte zur Erreichung der formulierten Leitziele festgelegt.

Am 30. März findet der erste Termin statt, auf der Tagesordnung steht der Innenbereich, begrenzt durch die Madleinerstraße, den Illerdamm, der St. Mang Brücke, die Burgstraße, den Freudenberg, die Beethovenstraße, Salzstraße und Memmingerstraße. Diskutiert werden soll dann unter anderem, wie die Verkehrsverhältnisse in der Kronenstraße für alle Verkehrsträger verbessert werden können, welche Lösungen es in der Salzstraße für Fußgänger und Radfahrer geben kann, wie die ZUM mit Ordnung des ÖPNV attraktiver gestaltet werden kann und wie die Nutzungsansprüche, auch für den Motorisierten Individualverkehr, in der Beethoven- und Burgstraße aussehen können.

Trotz allem, dürfe man nicht vergessen, dass es im Stadtgebiet Straßen gibt, die das doppelte Volumen an Verkehrs bewältigen müssen, wie beispielsweise der Ring, der an beiden Seiten stark bebaut ist, betonte Bürgermeister Josef Mayr. Am Adenauerring befinde sich die Straße nur rund 1,30 Meter vom Küchentisch entfernt und die Anwohner würden durch die Maßnahmen des Mobilitätskonzepts ein größeres Problem auf sich zukommen sehen als sie bisher haben, erklärte Mayr. Unter den Anwohnern am Ring zeige sich Unverständis, warum die Salz- oder Rottachstraße beispielsweise eine Erschließungsfunktion haben. Man dürfe den Verkehr aus der Innenstadt nicht auf dem Ring sammeln, so Mayrs Appell. Zu den Auswirkungen soll es aber detaillierte Untersuchungen geben, beruhigte Wiedemann.

Nach den drei Planungswerkstätten soll über die Sommerpause hinweg der erste Entwurf für das Mobilitätskonzept erarbeitet werden, der dann im Herbst im Arbeitskreis besprochen werden soll. Ende 2017 soll der Beschluss im Stadtrat folgen. „Wir müssen mit genügend Nachdruck und Fingerspitzengefühl zu Entscheidungen kommen“, so OB Thomas Kiechle.

Lea Stäsche

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