Neubau fällig 

Salzlagerhallen des Betriebshofes haben ihren Zenit überschritten 

Der Bau eines neuen Kreisverkehrs startet am Montag, 1. M
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Symbolbild

Kempten – Die beiden Streusalzlagerhallen des Städtischen Betriebshofes, die 1983 errichtet wurden, sind in die Jahre gekommen. Bei der Halle West ist die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet und weist entsprechend den statischen Gutachten erhebliche Mängel an Fundamenten und den Stützeneinspannungen auf, trotz zwischenzeitlich erfolgter Instandhaltungsmaßnahmen. Die Halle wurde für die weitere Nutzung gesperrt. 

Nachdem die durchschnittliche Lebensdauer von Streuguthallen mit ca. 25 Jahren anzusetzen ist und die Salzlagerhallen des Betriebshofes bereits 38 Jahre alt sind, erscheint eine aufwändige Sanierung der stark korrodierten Tragkonstruktion und der durch Chlorideintrag geschädigten Fundamente aus wirtschaftlichen Aspekten nicht sinnvoll, wie Christian Buck, Leiter Amt für Gebäudemanagement, im Haupt- und Finanzausschuss erläuterte. Die Sanierung der Halle würde 225.000 Euro kosten. Für den Neubau der Halle, einschließlich Abriss der alten Halle sind 495.000 Euro veranschlagt. Die neue Halle muss bis zum 1. November 2021 stehen. Auf Nachfrage von Alexander Hold (FW), warum man auf eine Sanierung verzichtet, die doch weitaus kostengünstiger sei als ein Neubau, erklärte Buck, dass dann in fünf bis acht Jahren trotzdem eine neue Halle gebaut werden müsse und es verlorenes Geld wäre. Baureferent Tim Koemstedt unterstrich die Notwendigkeit eines Neubaus, da Streuguthallen nur eine begrenzte Lebensdauer hätten. Auch die Höhe der Halle spielt eine große Rolle. Die heutigen Fahrzeuge/ Maschinen sind größer. Wegen der niedrigen Höhe sei es in der Vergangenheit immer wieder zu kritischen Schäden an der Tragkonstruktion der Halle gekommen. „Mit dem Neubau haben wir wieder eine optimale Halle für die nächsten 25 Jahre mit großen Toren.“ Die Halle Ost sei in einem deutlich besseren Zustand. Man müsse hier nicht aktiv werden. Sie könne noch ein paar Jahre benutzt werden und ggf. unter geringem finanziellen Aufwand saniert werden so Buck auf eine Nachfrage von Joachim Saukel (FW).

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Halle wird vom Besitzer auf eigene Kosten ab- und später wieder aufgebaut. Zur Finanzierung werden die Haushaltsmittel, die für eine Lagerhalle am Biomassehof eingeplant waren, herangezogen, da diese Halle erst in 2022 gebaut werden kann. Zuvor ist noch Baurecht zu schaffen. Die Bereitstellung außerplanmäßiger Mittel wurde einstimmig beschlossen.

Helmut Hitscherich

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