Neues Vorstandsmitglied

Team vollständig

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Der komplette Vorstand des SJR: Die Beisitzer Bernd Fischer (v.l.), Sandra Fehr und Daniela Mayr, Vorsitzender Stefan Keppeler, die beiden Beisitzerinnen Sabine Daufratshofer und Franziska Limmer sowie der stellvertretende Vorsitzende Johannes Messe.

Kempten – Neben Rück- und Ausblicken gab es bei der Herbstvollversammlung des Stadtjugendrings (SJR) auch ein neues Vorstandsmitglied. Bei drei Stimmenthaltungen wurde die 36-jährige Sandra Fehr (Rotkreuz-Jugend) mit 31 Stimmen von insgesamt 34 anwesenden Delegierten als neues Mitglied in den nun wieder siebenköpfigen SJR-Vorstand gewählt. 

Unter dem Arbeitstitel „Partizipation“, im Sinne von „Teilhabe“, nannte Vorsitzender Stefan Keppeler das Jahresthema 2013 mit Fokus auf „drei große Schlagbegriffe“: demographischer Wandel, die anstehenden Wahlen und Integration. Fachkräftemangel, Rentenunsicherheit oder Pflegenotstand seien Themen, an deren Prozess und Diskussion „wir teilhaben und mitgestalten wollen“; bei den kommenden Wahlen wolle man unter anderem wieder Forderungen und Wünsche in den von Politikern „ernst genommenen“ Wahlprüfsteinen formulieren; als Beitrag zu mehr Integration „wollen wir Migrantenverbänden auch den Zugang zum SJR erleichtern und sie bestenfalls aufnehmen“. 

Ferner sollen Kemptens „drei Jugendzentren, 26 Jugendverbände und die vielen Schulen“ zusammengebracht werden, denn die Schulen bräuchten immer wieder Betreuer und „wir Nachwuchs für die Jugendverbände“, erklärte Keppeler. Mit einem prallen Programm für 2013 wartete Rolf Disselhoff (SJR) auf: Seminare in Kooperation mit dem Amt für Jugendarbeit spannen den Bogen vom Bootsführerkurs über Rechtsfragen für Jugendarbeit – ein laut Disselhoff „leider immer wichtigeres Thema“ – bis zum Fahrsicherheitstraining für den Kleinbus; das Projekt „Jugendverbandsarbeit und Schule“. Dazu neu ein sechs Mal pro Jahr erscheinender Newsletter und als alljährliche Größen der Kindertag und Weihnachtsmarkt. Den „sehr sparsam kalkulierten“ und nur „durch zusätzliche Einsparungen“ mögliche Haushaltsplan für 2013 bezifferte Geschäftsführer Alexander Haag auf rund 1,4 Millionen Euro. Die Verringerung um rund 4500 Euro gegenüber 2012 werde vor allem durch den Wegfall des „erfolgreich abgeschlossenen“ Projektes Jump verursacht. 

Anerkennung von Knott

Viel Lob gab es für den SJR von Bürgermeisterin Sibylle Knott (FW). Neben Projekten wie „Leben statt Schweben“ mit seiner eben erfolgreich über die Bühne gegangenen Veranstaltungsreihe „f1-online2“ hob sie unter anderem hervor, dass Dank der Arbeit des SJR „an sechs von neun Grundschulen Jugendsozialarbeit bereits fester Bestandteil ist“ und an den beiden Realschulen in greifbarer Nähe sei. Bedarf dafür gebe es wohl auch an den Gymnasien, „aber so weit sind wir noch nicht“, meinte sie. Der SJR, betonte Knott, sei für die Stadt „ein sehr verlässlicher Partner“ in Fragen der Jugendarbeit, so wie die Stadt für den SJR, was Finanzen betreffe. 

Dass das heuer organisierte Inklusionsprojekt „Barriere (LOS) geht’s“ in St.-Mang „so erfolgreich wird“, habe sie nicht gedacht, berichtete SJR-Vorstandsmitglied Sabine Daufratshofer (DAV-Jugend). 236 Jugendlichen mit und ohne Behinderung hätten an den insgesamt 18 Terminen aktiv teilgenommen. Wie berichtet, hatten sie den gesamten Stadtteil auf Barrierefreiheit getestet.

Großer Bedarf

Auch ihre Vorstandskolleginnen Daniela Mayr (CPR) und Franziska Limmer (Trachtenjugend) blickten neben zahlreichen erfolgreichen Projekten zufrieden auf „sehr gelungene“ Veranstaltungen zum Jahresthema „Respekt“ zurück oder auf den Inspirationsbesuch beim SJR Aschaffenburg als ein „besonderes Highlight“. Die Steigerung der Abrufe über den Kinder- und Jugendhilfsfonds „Plan B“ zeige, „dass viele Bedarf haben“, informierten sie außerdem. Christine Tröger

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