Sanierung beschlossen

Der Hildegardplatz wird saniert – so viel steht fest. Fraglich ist allerdings noch, ob mit oder ohne Tiefgarage und der genaue Zeitpunkt. Foto: Archiv

Einstimmig hat der Stadtrat am Donnerstagabend den Grundsatzbeschluss gefasst, den Hildegardplatz umzugestalten. Ob mit oder ohne Tiefgarage, müssen die Bürger im Zuge eines Bürgerentscheids am 10. April kommenden Jahres entscheiden. Der verabschiedete Gestaltungsvorschlag kann sowohl mit als auch ohne unterirdischem Parkhaus umgesetzt werden. Wesentlicher Unterschied ist die Nutzung des Kirchbergs als Parkplatz oder Zufahrt zur Tiefgarage.

Die wesentlichen Elemente der geplanten Oberflächengstaltung sind: Der Straßenverkehr wird künftig nur noch entlang der Süd- und Westfassade der Häuserreihen am Platz geführt. Dadurch kann der Platz zwischen Straße und Basilika genutzt werden kann, ohne die Straße wie bisher sperren zu müssen. Zwischen Häusern und Straße wird ein etwa vier Meter breiter Streifen gebaut, um ein Verweilen und Flanieren vor den Läden zu ermöglichen. Zwischen diesen Vorzonen und der Straße sind 30 bis 40 Kurzzeitparkplätze geplant. Die Fläche zwischen Basilikahügel und Straße wird für den Wochenmarkt technisch auf den Stand der Zeit gebracht und mit „gehfreundlichem“ Pflaster befestigt. Eine etwa 300 Quadratmeter große Aufenthaltszone mit Sitzplätzen und Bäumen sollen den Pflanzenwuchs am Hügel ergänzen. Am Basilikahügel selbst sind zusätzliche Sitzmöglichkeiten vorgesehen. Weniger Parkplätze Sollte tatsächlich eine Tiefgarage gebaut werden, wird der Höhenunterschied am Kirchberg als Einfahrt mit geringer Rampenneigung genutzt. Deshalb sind dort nur acht Parkplätze und eine größere Grünfläche als bisher vorgesehen. Am Hildegard- und Stiftplatz müssten vier überdachte Zu- und Abgänge sowie ein Aufzug gebaut werden. Der oberirdische Umbau kostet nach derzeitigen Berechnungen etwa 2,7 Millionen Euro, der Bau der Tiefgarage 4,4 Millionen. Finanziert werden soll das Projekt mit Hilfe der Stellplatzrücklage in Höhe von derzeit 2,8 Millionen Euro. Im Investitionsplan sind die Kosten wie bereits berichtet für die Jahre 2013 bis 2015 eingestellt. Das Geld für den Bau der Garage sind ebenfalls – wegen des Bürgerentscheids allerdings mit Sperrvermerk – in den Planungen berücksichtigt. Bei einer rein oberirdischen Umgestaltung stehen am Hildegardplatz künftig insgesamt noch 88 Parkplätze zur Verfügung (48 am Kirchberg, 40 auf dem Platz selbst). Sollte die Tiefgarage kommen, wären es insgesamt 182 – acht am Kirchberg, 32 auf dem Platz und 142 unterirdisch.

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