Sauber und billig soll es sein

Mit der Gründung einer Service-Gesellschaft will die Stadtverwaltung die Kosten bei der Gebäudereinigung dauerhaft in den Griff bekommen. Ein entsprechendes Konzept des Amts für Zentrale Dienste befand der Haupt- und Finanzausschuss jedenfalls für gut. Bis zum Sommer sollen nun Verträge ausgearbeitet werden.

Seit 2008 sorgen Mitarbeiter eines externen Reinigungsdienstes für Sauberkeit in einem Teil der städtischen Gebäude, berichtete Amtsleiter Robert Wörz am Donnerstagabend. Im unmittelbaren Dienst der Verwaltung stehen hingegen nur noch 67 Reinigungskräfte. Durch die Fremdvergabe vor zwei Jahren habe die Verwaltung enorme Kosten einsparen können. „Einen Weg zurück zur Eigenreinigung gibt es nicht mehr – schon allein aus Kostensicht“, so der Leiter des Amts für Zentrale Dienste. Dafür habe die Verwaltung auf der anderen Seite aber keine oder kaum Kontroll- oder Einflussmöglichkeiten auf den externen Dienstleistungsanbieter. Da die Veträge zum 30. August auslaufen, müsse nun bis Sommer eine Lösung gefunden werden wie es weitergeht. Als optimalen Mittelweg zwischen Kostensenkung und Mitbestimmung regte Wörz deshalb die Gründung einer Service GmbH an. „Die Gründung einer Servicegesellschaft stellt eine attraktive Möglichkeit dar, die Vorteile des Outsourcings von Reinigungsdienstleistungen mit unmittelbarer, aktiver Einflussnahme durch die Stadt zu kombinieren“, betonte er. Die biete neben niedrigen Kosten vor allem den Vorteil, dass die Verwaltung mehr Einfluss und Steuerungsmöglichkeiten bei Technik, Personal und Qualität habe. Darüber hinaus könne so die Identifikation und damit die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter gestärkt werden, erläuterte Wörz den Stadträten. Aussehen soll die Service GmbH wie folgt: Die Stadt übernimmt die 100-prozentige Beteiligung, die GmbH ist also eine Tochter der Stadt. Beide schließen einen Dienstleistungsvertrag miteinander ab, alle Erträge/gewinne gehen über die GmbH zu 100 Prozent an die Stadt. Gemanagt wird die Service GmbH allerdings von einem externen Dienstleister, der eine pauschale Managementgebühr erhält. Zu den 67 städtischen Reinigungskräften sollen weitere 60 bis 70 über die GmbH angestellt werden. Alle Mitarbeiter der Putzkolonne sollen nach TVöD entlohnt werden. Das heißt, der Mindeststundenlohn beträgt 8,40 Euro. Als weiteren Vorteil der GmbH nannte Wörz die Möglichkeit, die Tochtergesellschaft später auf weitere Dienstleistungsbereiche auszuweiten.

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