Vorbeischlendern

Schaufenster-Ausstellung der Kunstarkaden

Schaufensterausstellung des Künstlers Michael von Brentano
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Das ‚Welttheater‘ des Künstlers Michael von Brentano, das man noch bis Ende Dezember besuchen kann.

Kempten – Die Kunstarkaden Kempten zeigen bis zum Jahresende dank ihrer großen Schaufenster trotz der Schließung von Galerien und Museen Werke von vier KünstlerInnen.

PassantInnen und KunstfreundInnen können sich die vielfältigen Arbeiten bei einem Stadtspaziergang oder im Vorbeischlendern anschauen, sowohl in der Galerie in der Königstraße an der ZUM als auch im rückwärtigen Grünen Haus in der Promenadenstraße. Auf Einladung des Kurators der Kunstarkaden, Guido Weggenmann, arbeitet dort seit 1. November als Artist in Residence Michael von Brentano aus Seeshaupt am Starnberger See.

Er lässt an der Promenadenstraße eine einmalige Form des „teatrum mundi“ mit dem Titel „Immer glücklich – wunschlos günstig“ entstehen. „Eine gewaltige Collage auf den Schaufenstern des Grünen Hauses, aus Werbeprospekten, naturwissenschaftlichen Darstellungen, Modezeitschriften und ausgeschnittenen Buchillustrationen wird im Laufe seines Aufenthaltes die gesamte Fensterfront bedecken und den Blick nach innen verschließen“, erzählt Weggenmann und kitzelt die Neugier der BetrachterInnen: „Bis kurz vor der Fertigstellung wird eines der Fenster frei bleiben. Dann wird auch dieses verschlossen. Was wird dann weiter im Innenraum geschehen? Findet dort Geheimes, Privates, Konspiratives oder gar ein Idyll seinen Platz?“

Von Brentanos Kollege Martin Schmidt, einer der beiden letzten Artists in Residence der Kunstarkaden, die ab 1. Januar die Zwischennutzung der Gebäude beenden werden, installiert mit „Höhlenbau“ eine Architektur in das Gewölbe des Grünen Hauses. Außerdem zeigt er im Eingangsbereich des ehemaligen Schuhladens Fotografien seiner seit 1992 entstandenen Rauminstallationen sowie Bleistiftzeichnungen.Unter den Arkaden an der ZUM erwarten die BesucherInnen u. a. Videoarbeiten der Berliner Künstlerin und Schauspielerin Mirijam Verena Jeremic sowie neue Werke von Guido Weggenmann. Auch er selbst arbeitet derzeit vor Ort, in den Kunstarkaden, und baut dort die „skulpturale Interpretation einer Goldwaschanlage wie sie die ersten Pioniere hatten und bis in die heutige Zeit genutzt wird“: „Digging for Gold oder auf der Suche nach Glück“.

kb

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