Abschied im Rathaus

"Mit ganzer Kraft eingesetzt"

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OB Thomas Kiechle (v.l.) Baureferentin Monika Beltinger mit den Töchtern Elisabeth (15) und Antonia (17), dahinter Ehemann Anselm Dohle-Beltinger sowie Alt-OB Dr. Ulrich Netzer.

Kempten – Eine Verabschiedung sei ja immer ein Anlass zurückzublicken und das Besondere daran sei vielleicht, dass „wir dadurch den Wert der Zeit erfahren“, blickte OB Thomas Kiechle auf das 18-jährige Wirken von Kemptens scheidender Baureferentin Monika Beltinger, die sich „äußerst stark mit unserer Stadt identifiziert hat“.

Vergangenen Donnerstag wurde sie in Anwesenheit zahlreicher Gäste im Rahmen einer Feier in der Schrannenhalle des Kemptener Rathauses verabschiedet. Vertreter des Architekturforums, Amtsleiter, Referatsleiter... – zahlreiche Wegbegleiter der letzten 18 Jahre hatten sich versammelt, um Beltinger auf ihrem weiteren Weg alles Gute zu wünschen.

Angetreten habe sie ihr Amt in Kempten nur acht Monate nach Amtsantritt des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Ulrich Netzer, der zusammen mit dem Stadtrat ebenfalls 18 Jahre lang „die Entwicklung der Stadt ganz maßgeblich voranbrachte und prägte“, erklärte Kiechle. Dabei habe Beltinger „eine ganz wichtige, bedeutende und auch sehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehende Schlüsselrolle“ eingenommen. Als einen „Eckpfeiler“ führte er die Innenstadtentwicklung an, bei der das Forum Allgäu ein mutiger, damals nicht unumstrittener, „aber der Impulsgebende Schritt“ für viele prägen- de Veränderungen in der Stadt gewesen sei.

Unter dem Stichwort „Knochentheorie“ nannte er die Neu- und Umgestaltungen von St. Mangplatz, Gerberstraße, Residenz-, Kornhaus- und den mit dem „Deutschen Ingenieurspreis Straße und Verkehr 2013“ ausgezeichneten Hildegardplatz. Aber auch Bauwerke wie das preisgekrönte Wasserkraftwerk des AÜW oder ihre „enge Zusammenarbeit“ in zahlreichen Projekten mit Sozialbau oder BSG-Allgäu fanden neben vielen anderen Beispielen ihres Wirkens Erwähnung, das sich auch in der gewerblichen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt zeige. Sie habe sich „mit ganzer Kraft für unsere Stadt eingesetzt und mit ganzer Kraft diese Stadt weiterentwickelt“ bedankte sich Kiechle, der Beltinger auch im Umgang mit ihren Mitar-beitern wie ein Schutzschild erlebt habe.

Benedikt Mayer, Referatsleiter für Jugend, Schule und Soziales, hob hervor, sie immer als jemanden wahrgenommen zu haben, der „bei einem Bauwerk darüber nachdenkt“ was dahinter stehe, „was brauchen die Menschen“.

Kempten steht gut da

Dr. Richard Schießl, Referatsleiter für Wirtschaft, Kultur und Verwaltung, bescheinigte, dass Kempten heute gut dastehe, was „eine maßgebliche Leistung vom Baureferat ist“. Beltinger habe mit ihrer „sturen, geradlinigen Haltung“ dem Wohl der Stadt gedient und ein „immenses Arbeitspensum“ bewältigt.

„Gar net schiach“ fand die scheidende Baureferentin das viele Lob, das man als Beamtin sonst so nicht erlebe. „Es sind wirklich schöne Jahre für mich gewesen“, meistens „mit sehr viel Arbeit“, mit viel Freude, aber auch Ärger und Enttäuschungen, meinte sie rückblickend. Sie sei schon auch stolz auf ihr Schaffen, gab sie zu und es gebe kaum ein Objekt, zu dem ihr nichts einfalle. Was als nächstes kommen wird, „weiß ich noch nicht so genau“ meinte sie. Aber ihre Aufgabe hier habe sie immer in dem Satz „Suchet der Stadt Bestes“ gesehen.

Christine Tröger

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