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„Schenkladen“ öffnet im Kemptener Stadtteilbüro Sankt Mang

Irgendwann reichte der Platz im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt nicht mehr aus. Dann gab es den Schenktag in der Eishalle. Und nun öffnet ein Laden im Stadtteilbüro Sankt Mang. Kempten
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Irgendwann reichte der Platz im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt nicht mehr aus. Dann gab es den Schenktag in der Eishalle. Und nun öffnet ein Laden im Stadtteilbüro Sankt Mang.

Kempten - Einen Laden, in dem man nichts bezahlen muss - das gibt es ab Anfang Dezember im Stadtteilbüro Sankt Mang. Der Schenkladen entstand als Ersatz für den Schenktag.

Einmal im Jahr Kleidung, Haushaltswaren und Spielzeug verschenken – 13-mal hat das Stadtteilbüro Kempten Sankt Mang der Diakonie Kempten Allgäu im Oberösch das mitorganisiert – zunächst im Pfarrsaal Mariä Himmelfahrt und als der zu klein wurde, gab es den Schenktag im Eisstadion. Doch mit Beginn der Pandemie liegt diese Veranstaltung auf Eis. 2019 fand der letzte statt. Jetzt soll es stattdessen einen Schenkladen im Stadtteilbüro geben. Anfang Dezember soll er öffnen. Quartiersmanagerin Melanie Rutherford: „Wir haben immer wieder Kleidung oder auch Spielzeug geschenkt bekommen – und die Sachen sollen endlich wieder an Interessierte weitergegeben werden.“

Der bisherige Schenktag war ein „Renner“ – aber auch eine logistische Herausforderung für das Stadtteilbüro und den Tauschring Cambodunum. „Das zeigte uns, dass die Kemptener immer mehr daran interessiert sind, gut erhaltene Waren nicht einfach wegzuwerfen, sondern zu verwerten“, freut sich Melanie Rutherford. Das Thema Nachhaltigkeit ist dabei für alle beteiligten Akteure – ZAK, Tauschring, Stadtteilbüro und AÜW – eine sehr wichtige Voraussetzung.

Nachhaltigkeit großgeschrieben

Und natürlich trudelten während der Pandemie auch immer wieder mal Kleiderkartons im Oberösch ein, darunter auch jede Menge Kinderschuhe. Bei trockenem Wetter wurden diese Sachen einfach in einer Kiste oder an einem Kleiderständer vorm Stadtteilbüro der Diakonie Kempten Allgäu präsentiert. Der Rest verschwand in einem ungenutzten Raum – und türmte sich allmählich auf. Das brachte Rutherford auf die Idee, den Schenktag in einen Schenkladen umzuwandeln. „Wir haben bei uns einen etwa 21 Quadratmeter großen Raum, der aktuell nicht genutzt wird. Der ist genau richtig – klein, aber fein.“

Gerade werden die Regale von Helfer Matthias Lange angebracht. Werden noch weitere Regale gebraucht, kann sich das Stadtteilbüro im Kaufhaus „Allerhand“ gegenüber vom Kempodium „bedienen“. „Wir haben hier ein gegenseitiges Abkommen“, freut sich die Quartiersmanagerin. „Dinge, die bei uns zu viel Platz einnehmen, können wir an den ZAK weitergeben. So wird auch hier nichts einfach entsorgt. Das ist eine tolle gegenseitige Unterstützung.“

Mehr Infos gibt‘s unter www.sanktmang.de.

Die Öffnungszeiten des Schenkladens ab Dezember sind: dienstags und donnerstags von 9 bis 18 Uhr.

mori

Lesen Sie zum Thema Nachhaltigkeit auch: Am Abgrund ist Rückschritt ein Fortschritt

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