65 Jahre verheiratet

Annemarie und Erich Gortat feiern eiserne Hochzeit

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Annemarie und Erich Gortat freuten sich über den Besuch von Bürgermeisterin Sibylle Knott (li.) anlässlich ihrer Eisernen Hochzeit.

„Viel lachen, viel arbeiten und immer positiv denken.“ Das ist für Annemarie Gortat das Erfolgsrezept für eine lange Ehe. Und sie muss es wissen, denn sie und ihr Mann Erich feierten am Mittwoch ihre Eiserne Hochzeit, also ihren 65. Hochzeitstag.

Beide kamen nach Kriegsende aus Ostpreußen ins Allgäu. Kennen gelernt haben sie sich bei einer Zusammenkunft der Ostpreußen in den „Unteren Stiftshallen“ in Kempten. „An ihr gefallen haben mir die pechschwarzen Haare und die roten Bäckchen“, so Erich Gortat, der seine spätere Frau nach dem Kennenlernen öfters in Meggenried bei Wildpoldsried, wo sie mit ihrer Mutter wohnte, besuchte. „Ich hatte immer gebügelte Hosen und ein weißes Hemd an“, erinnert sich der heute 90-Jährige. Geheiratet wurde dann am 16. August 1952. „Ich wollte unbedingt an einem 16. August heiraten, da ich an diesem Tag auch getauft wurde“, erzählt die 86-jährige Jubilarin.

Erich Gortat kam im November 1946 nach Kempten und wohnt seitdem im Haubenschloß. Seine Frau zog nach der Trauung zu ihm. „Wir waren lange Zeit Schlossbewohner“, sagte sie. Heute wohnt das Paar zwar nicht mehr im Haubenschloß, aber nur einen Steinwurf entfernt.

1946 beendete Erich Gortat seine als Soldat unterbrochene Lehre zum Möbelschreiner. „Die Leute hatten damals aber kein Geld zum Möbelkaufen“, schilderte er und deshalb hat er damals „jede Arbeit angenommen“. Von 1966 bis zu seinem Renteneintritt 1987 war er Verwaltungsangestellter im Kreiswehrersatzamt.

Seine Frau ist gelernte Schneiderin, arbeitete jedoch lange im „Haubenschloß-Café“. Mit der Familie, die das Café betrieben hat, seien sie eng befreundet gewesen – „wir waren wie eine Familie – und deshalb habe auch die ganze Familie dort mitgeholfen, auch die Kinder.

Gemeinsames Hobby der beiden waren Bergtouren. Annemarie Gortat strickt, näht und häkelt noch heute gerne und viel und ihr Mann singt gerne und mag Flohmärkte. „Alles an Mobiliar, das ich habe, ist vom Flohmarkt – bis auf meine Frau“, witzelte er.

Gefeiert wurde das besondere Ehejubiläum noch am Mittwoch mit einem gemeinsamen Mittagessen mit den beiden Kindern – Tochter und Sohn – und Freunden. Der Enkel und die beiden Urenkelinnen konnten nicht dabei sein. „Die wohnen zu weit weg“, bedauerte Annemarie Gortat. 

Melanie Weidle

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