Schluss mit dem Gedränge

Es handelt sich quasi um eine Nebenwirkung des Erfolges: Die Allgäuer Festwoche hat sich zum größten Sommerfest in der Region entwickelt – mit der Folge, dass das Gelände abends immer wieder wegen Überfüllung geschlossen werden muss. Bisher wussten die Verantwortlichen aber nie genau, wie viele Menschen sich dort tummelten. Und: Eine Schließung galt für den Rest der Nacht, niemand konnte „nachrücken“. Auch nicht die, die in einem der Gastronomiebetriebe reserviert hatten. Das soll sich heuer mit dem neuen elektronischen Kassensystems ändern.

Mit dem neuen elektronischen Kassensystem auf der Allgäuer Festwoche 2010 wird sich vieles ändern, hoffen die Organisatoren um Martina Dufner-Wucher. Die Messeleitung kann jetzt jederzeit die exakte Besucherzahl abrufen. Die Gäste werden deswegen beim Betreten und Verlassen des Festwochengeländes per Scanner gezählt. Sollten nach einer Schließung genügend Besucher den Heimweg antreten, dann können im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wieder welche eingelassen werden. Aber nur dann, wenn die „kritische Zahl“ unterschritten wird. Es gibt also nach wie vor keine Garantie. Die kritische Zahl ist allerdings keine feste Größe. Bei ruhiger Wetterlage verträgt das Gelände mehr Besucher, wenn ein heftiges Gewitter prognostiziert ist, wird die Schließung hingegen unter Umständen nicht mehr aufgehoben. Wer in einem der Gastronomiebetriebe reserviert hat, kann heuer das Gelände trotz einer eventuellen Schließung betreten, vorausgesetzt, er hat eine nur für diesen Tag gültige Eintrittskarte im Vorverkauf erworben. Über Einzelheiten informieren die Festwirte und die Messeleitung. Fazit: Das elektronische Kassensystem setzt den wichtigsten aller Festwochengrundsätze nicht außer Kraft – wer früher kommt, ist sicher drin.

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