Schmankerl für Liebhaber

Der Trompeter Corey Wilkes und Ralphe Armstrong am Bass begeisterten im vergangenen Jahr beim Jazz-Frühling als Teil des „James Carter Quintetts“ ebenso wie der Kopf und Namensgeber der Formation. Foto: Tröger

Der Kemptener Jazz-Frühling steht vor der Tür. Zum 27. Mal heißt es für die Jazz-Begeisterten vom 30. April bis 8. Mai Durchhaltevermögen zu beweisen und den Überblick zu bewahren. Bei knapp 100 Konzerten auf 40 Bühnen in neun Tagen eine echte Herausforderung für den nicht gerade kleinen Kreis eingefleischter Jazz-Frühlings-Fans. Von Blues und Modern-Jazz, Latin und HipHop, von Avantgard bis Dixieland wird wieder eine satte Bandbreite an Live-Jazz von elf Uhr morgens bis drei Uhr nachts geboten.

Wer es gediegener mag, der ist traditionell bei den drei Galen im Kornhaus – der Eröffnungsgala mit der niederländändischen Formation „Jump `n Jive“, der Blues-Gala mit „Bluesin’ the Groove“ oder der Swing-Gala mit der „Dutch Swing College Band“ – gut aufgehoben. Entdecker zieht es dagegen schon eher ins TheaterOben, wo unter anderem Musik von „Oliver Karbus und Jazz Trio“ oder der französischen Big Band „Collectif Lebocal“ zu hören sein wird. Die erfahrungsgemäß eher unkonventionelleren Klänge an diesem Spielort sind schon längst kein Geheimtipp mehr und erfreuen sich regen Zustroms. Klein aber fein sind auch die AÜW-Jazzperlen, inzwischen ihrem anfänglichen Schattendasein entwachsen. „Unplugged“ sind hier musikalische Kleinode zu genießen, in diesem Jahr unter anderem der schweizerische Jazzpianist Christoph Stiefel oder das „int. Mto-jazz-quartett“. Als zwei Höhepunkte unter den erstmals im Stadttheater anberaumten Konzerte – ab Dienstag, 3. Mai, zieht der Veranstaltungsort Kornhaus wie berichtet um ins Stadttheater – dürfen sicher das „Monty Alexandr Trio“ sowie der Abend mit der „SWR Swing Band und Helen Schneider“ mit Spannung erwartet werden. Nicht zu vergessen die Konzerte mit Jazzmusikern aus dem Allgäu, die tägliche Musikerfrühstücke und Klecks Nightclubs, oder.... Am besten jeder arbeitet sich selbst durch das 106 Seiten starke Programmbuch. Schließlich sind die musikalischen Vorlieben so unterschiedlich wie das Konzertangebot des 27. Kemptener Jazz-Frühlings selbst.

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