Das Schmuckstück ist fertig

Elmar Hermanutz und Anita Solgadi stellen die neue Amtskette vor. Foto: Schubert

Es war seit Jahren ein Anliegen von Dieter Hechelmann, langjähriger Gemeinderat, stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender des Fördervereins Isnyer Museen, dass es auch in der Stadt Isny eine Amtskette für den Bürgermeister gibt. Jetzt war es endlich so weit, das neu angefertigte Schmuckstück wurde offiziell vorgestellt. Mit dieser Amtskette verbindet Hechelmann die Jahrhunderte alte Geschichte der ehemals Freien Reichsstadt mit der Neuzeit. Er hegt dabei die Hoffnung, dass auch dieses äußere Symbol von Amtwürde und Bürgersinn Früchte trägt und in Isny immer zusammen findet was zusammen gehört.

Es war eine dem Anlass entsprechende Feierstunde, als die Amtskette im historischen Sitzungssaal präsentiert wurde. Laura Müller von der Jugendmusikschule hatte mit ihrer Harfe die musikalische Gestaltung des Festaktes übernommen und Sibylle Lenz (FWV), stellvertretende Bürgermeisterin, meinte bei ihrer Begrüßung: „Was für den König die Krone, für den Bischof der Stab, das ist für einen Bürgermeister die Amtskette. Sie ist Zeichen der Würde, keine Auszeichnung für persönliche Dienste, denn nicht der Bürgermeister, sondern die Stadt erhält die Kette und sie ist Ehre, Ansporn und Bürde zugleich, immerhin legen wir damit unseren Bürgermeister an die Kette.“ Geld gesammelt Dieter Hechelmann erläuterte die Kurzgeschichte dieser Amtskette. „Wir waren uns einig, dass diese Kette nicht aus dem städtischen Haushalt finanziert werden sollte. Wir waren uns auch einig, dass Isnyer Goldschmiedewerkstätten dieses Unikat anfertigen sollen.“ Hechelmann war daher unermüdlich tätig, um die nötigen Geldmittel dafür aufzutreiben und er schaffte es, dass innerhalb eines Jahres 6455 Euro gespendet wurden. Sein Dank ging daher an alle Spender. Anita Solgadi und Elmar Hermannutz haben zusammen die Arbeit in Angriff genommen und in verschiedenen Sitzungen konnte festgelegt werden, was in der Kette gestaltet werden sollte. Schon die Auswahl des richtigen Adlers für das Stadtwappen war nicht gerade einfach. Martin Kratzert, Leiter der Isnyer Museen, hatte bei der Auswahl mitgeholfen. Die Wappenplatte besteht aus oxydiertem Silber, der Adler ist Feuervergoldet und die daran anschließenden Wappen der Teilorte sind sorgfältig ziseliert. Die nächsten Kettenglieder zeigen Silhouetten der Isnyer Türme und vier weitere Stadtmotive zieren die anschließenden Teilstücke. Die Namen der Bürgermeister nach 1946 sind auch in der Kette vermerkt. Alles ist reine Handarbeit aus hochwertigem Silber, die Ringe zum Abschluss hin sind variabel einstellbar, damit die Amtskette auch immer den richtigen Sitz hat. Anita Solgadi und Elmar Hermanutz haben ein echtes Meisterwerk angefertigt. Sibylle Lenz erläuterte, dass nach dem Zweiten Weltkrieg keine bindende Vorschrift für das Tragen einer Amtskette mehr bestand. Die Städte konnten daher selbst entscheiden, ob dieses Symbol getragen werden soll. „Getragen wird diese Kette nur zu besonderen Anlässen. Zum Kinderfest 2012 wird sie das erste Mal die Brust unseres Bürgermeisters zieren“, sagte sie. Bürgermeister Rainer Magenreuter dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und sieht es als eine Ehre an, die Kette tragen zu dürfen. Das Schlusswort hatte der stellvertretende Bürgermeister Peter Clément, der in der Kette ebenfalls ein Symbol für bürgerschaftliches Engagement, Einigkeit und Gemeinwesen sah. Die Feststunde endete mit Harfenklängen und dem Bestaunen des rund 6000 Euro teuren Prunkstücks.

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