Schnelle Heirat

Bürgermeister Josef Mayr (hinten) gratuliert dem Ehepaar Maria und Rudolf Hübner. Foto: Läufle

Gleich doppelt feiern konnte am Dienstag vergangener Woche Rudolf Hübner: Der Kemptener beging zum einen seinen 93. Geburtstag, und zum anderen die Diamantene Hochzeit mit Frau Maria. Anlässlich des 60-jährigen Hochzeitstages bekam das Ehepaar Besuch von Bürgermeister Josef Mayr (CSU), der den Jubilaren gratulierte und ihnen im Namen der Stadt Kempten einen Blumenstrauß und einen Geschenkkorb überreichte.

Kennen gelernt haben sich Rudolf und Maria Hübner durch eine Cousine von Rudolf Hübner. Mit ihr trafen sie sich auf dem Oktoberfest in München. Maria Hübner wollte an diesem Abend noch nach Hause nach Martinszell und da ihr jetziger Mann damals ein Motorrad hatte, bot er sich an, sie heimzufahren. Es folgte eine Woche Urlaub und bald kam der Heiratsantrag für den 9. November 1950. Geheiratet hat das Paar standesamtlich in Martinszell und kirchlich in der Himmelfahrtskirche in Kempten. Für Maria Hübner war ihr Mann die erste große Liebe, wie sie erzählte. „Als ich bei seiner Cousine neben ihm saß und wir uns berührten, war das als ob in meinem Bauch lauter Ameisen waren“, erinnerte sie sich. Im Jahr 1952 sind die Eheleute nach Kempten gezogen, in das Haus, in dem sie auch heute noch leben. Turnen und Radfahren Rudolf Hübner ist in Alt-Habendorf bei Reichenberg im Sudetenland aufgewachsen und hatte dort in jungen Jahren zusammen mit seinem Bruder eine Spedition, bis er 1939 einberufen wurde. Als Soldat war er in Polen, Frankreich und Russland, wo er nach der Kapitulation in Gefangenschaft kam. Im März 1947 durfte er wieder nah Deutschland zurück. Er fand seinen Bruder in Kempten und machte sich um 1950 mit ihm zusammen wieder selbstständig. Die letzten 12 Jahre vor seiner Rente arbeitete Hübner für die Firma Karo-As, die noch heute in Kaufbeuren existiert. In seiner Freizeit trieb der 93-Jährige gerne Sport, ging Turnen und fuhr Rad. Mit 80 Jahren ist er noch mit einem Drei-Gang-Fahrrad auf den Mariaberg gefahren. Auch das Briefmarken sammeln war ein Hobby von ihm. Maria Hübner strickte und häkelte gerne. Beide sind glücklich, dass die noch beieinander sein dürfen und sind stolz auf ihre Tochter und ihren Enkel. „Wir sind zufrieden“, sagte Rudolf Hübner.

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