Schönheits-OPs für den Park

Im Altstadtpark soll im Rahmen des Masterplans „Iller erleben“ der Blick auf den Fluss geöffnet werden. Dazu werden die Bäume und Sträucher zurückgenommen. Foto: Läufle

Die erste Maßnahme des Masterplans „Iller erleben“ nimmt Formen an. Die Planungen für den Bereich des Altstadtparks an der Webergasse sind mittlerweile weiterentwickelt worden. Auch der Vorentwurf für die Diskussion mit den Bürgern, die im Rahmen der Allgäuer Festwoche in der neuen Halle 14 stattfinden soll, ist ausgearbeitet. Insgesamt soll der gesamte Altstadtpark wesentlich attraktiver als bisher gestaltet werden.

Momentan finden sich in diesem Bereich zwei große Wiesen und ein Spielplatz sowie das alte leerstehende Pumpenhaus, wie Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann vergangene Woche im Bauausschuss erläuterte. Durch den dichten Bewuchs auf der gesamten Fläche wirkt das Areal sehr dunkel. Der Spielplatz wirkt dadurch wenig einladend. Zudem wird der Blick auf die Iller durch einen Erdwall, der als Hochwasserschutz dient, versperrt. Der Illerradweg teilt sich im Altstadtpark in zwei Wege auf. Einer verläuft weiter entlang der Iller, ist aber derzeit schlecht befahrbar. Die eigentliche Wegweisung des Radweges führt die Radler durch die Brennergasse bis zur St.-Mang-Brücke. Der Altstadtpark soll nun so umgestaltet werden, dass der Blick auf die Iller ermöglicht und der Fluss auch zugänglich gemacht wird. Um den Bereich freundlicher und heller zu gestalten, werden die vorhandenen Bäume und Sträucher laut Wiedemann an einigen Stellen zurückgenommen. Damm wird abgetragen Um dagegen den Blick auf die Iller zu öffnen, soll der bestehende Hochwasserdamm abgetragen werden. „Um den Hochwasserschutz weiter zu gewährleisten, werden die Hochwassermauern in Richtung Westen verlängert“, so der Tiefbauamtsleiter. Zudem wird die schon bestehende Geländeerhöhung im Anschluss an den Spielplatz genutzt und noch ein wenig erhöht, um einen neuen, flachen und sich in die Umgebung einfügenden Hochwasserdamm zu schaffen. In Richtung Iller schließt ein kleiner Platz zum Verweilen an, der gleichzeitig als Geh- und Radweg genutzt wird. Der Illerradweg soll eine neue Führung erhalten und an der Iller entlang weitergehen. Dazu müsste er bis zur St.-Mangbrücke noch teilweise saniert werden. „Um das Leben auch an die Iller zu führen, werden im neuen Illerufer Sitzstufen angebracht, die zum Verweilen am Wasser einladen und den Blick auf und über die Iller ermöglichen“, berichtete Wiedemann. An der Stufenanlage wird auch ein Anlegeplatz gestaltet. Der Wiesenbereich wird zum Großteil so belassen wie er ist. Hier erfolgen lediglich kleine Geländeangleichungen. Die bestehenden Wege werden saniert. „Im alten Pumpenhaus könnte eine Gastronomie mit Terrasse entstehen.“ Die Gesamtkosten für diese Maßnahmen betragen rund 600 000 Euro. Die Planung wird auf der Allgäuer Festwoche in der neuen Halle 14 der Öffentlichkeit präsentiert. „Nach der Bürgerbeteiligung werden wir die Ergebnisse einarbeiten und die überarbeitete Planung im Rahmen der Haushaltsberatungen zur Beschlussfassung vorstellen“, meinte der Amtsleiter abschließend. „Ich bin sehr angetan von der Planung“, sagte Stadtrat Hans Mangold von den Grünen. Auch die anderen Stadträte zeigten sich zufrieden. Siegfried Oberdörfer (SPD) regte an, dass das Pumpenhaus auch als stationäres Spielmobil genutzt werden könnte.

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