Schon jetzt gut angenommen

Von JUFA-Architekt Walter Jartschitsch (2.v.l.) bekamen OB Dr. Ulrich Netzer (v.l.), JUFA-Vorstandschef Gerhard Wendl, KKU-Chef Thomas Siedersberger und JUFA-Geschäftsführer Gernot Reitmaier eine Führung durch den Rohbau. Foto: Läufle

„Wer will fleißige Handwerker sehen, der muss in die Stadtbadstraße gehen. Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein...“ – Gut vorangeschritten sind die Bauarbeiten für das neue Jugend- und Familiengästehaus (JUFA) seit dem Baubeginn im September 2010. Anlässlich der Fertigstellung des Rohbaus wurde am Dienstag vergangene Woche Richtfest gefeiert. Das JUFA Kempten stößt übrigens schon ein halbes Jahr vor der Eröffnung im September auf reges Interesse. Die ersten 4000 Übernachtungen sind schon gebucht.

Zimmerer Thomas Hartmann bedankte sich auf dem Dach stehend mit einem Gedicht bei allen Handwerkern und Arbeitern, die am Bau des JUFA beteiligt sind. Traditionell warf er ein Glas gegen die Hauswand – die Scherben sollen Glück bringen. „Die Zentralität der Stadt wird deutlich gewinnen durch das bedeutsame Bauwerk“, meinte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Der Bau sei sehr gut vorwärts gegangen. „Das JUFA Kempten stößt vorab schon auf großes Interesse, vor allem bei jungen Menschen und jungen Familien“, so Netzer, der sich bereits auf die Eröffnung im September freue. Als ein Musterbeispiel, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, sah JUFA-Vorstandsvorsitzender Gerhard Wendl die Arbeiten in der Stadtbadstraße. „Hier entsteht ein tolles Bauwerk in sehr kurzer Zeit.“ Kempten ist der zweite Standort der JUFA-Gästehäuser in Deutschland. Bereits seit drei Jahren ist der Marktführer im österreichischen Jugend- und Familientourismus in Nördlingen erfolgreich. Das Erfolgskonzept soll nun in Kempten fortgesetzt werden und die Zeichen dafür stehen gut. „Die ersten 4000 Übernachtungen sind schon gebucht“, frohlockte Wendl. Im JUFA Kempten wird sich alles um die Geschichte der Römer drehen. Zentrale Schwerpunkte sind dabei das Wohlbefinden, die Lebenskultur und das bewusste Erleben mit allen Sinnen. Durch zahlreiche geplante Aktivitäten im Haus, aber auch rund um die Stadt und deren Angebote, wird das JUFA eine aktive Rolle zwischen der Geschichte der Römer in der Stadt und der heutigen Zeit einnehmen. Viel Holz und Naturmaterialien prägen das Design der einfach eingerichteten Zimmer, die nach wichtigen Bauwerken und Personen im Römischen Reich benannt sind. JUFA-Architekt Walter Jartschitsch gab mit einer kleinen Führung durch den Rohbau einen Einblick in die Raumstruktur auf -Aufteilung. Insgesamt werden im JUFA Kempten 174 Betten untergebracht. Es gibt elf Doppelzimmer, sechs behindertengerechten Zimmer und ansonsten hauptsächlich Vier- und Fünfbettzimmer. Die Zimmer werden mit Dusche, WC und Flachbildfernseher ausgestattet. Besonderheiten sind Galeriezimmer, die sich über zwei Etagen erstrecken. Außerdem gibt es Seminarräume, Erlebnisräume, einen Trinkbrunnen und eine Wasserbar, Sporträume und einen Rad- und Sportgeräteverleih. Doch nicht nur das Motto „Ars Vivendi – Die Kunst das Leben zu genießen“, sondern auch die Römer finden sich in den Räumen wieder. So entsteht eine Bibliothek im Zeichen von Asterix & Co und eine Videothek zu römischen Abenteuern. Bauherr und Eigentümer des JUFA Kempten ist das Kemptener Kommunalunternehmen (KKU), Betreiber sind die JUFA-Gästehäuser. Die Kosten für den Bau betragen rund sieben Millionen Euro. Ansprechen möchten die JUFA-Gästehäuser vor allem junge Gäste, junge Familien und Schulgruppen. Mittelfristig erwartet die JUFA laut Wendl rund 30 000 zusätzliche Übernachtungen für die Stadt. Weitere Informationen zum JUFA gibt es telefonisch unter 0831/512429 oder per E-mail an kempten@jufa.at.

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