Schüler der Tom-Mutters-Schule für das Projekt "Wuppies" in Berlin ausgezeichnet

Unter den besten Zehn

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Gemeinsam mit ihrem Projekt-Leiter Christian Eberle (2.v.r.) nehmen sieben beteiligte Schüler der Tom-Mutters-Schule in Berlin die Auszeichnung für ihren 10. Platz beim Bundes-Schülerfirmen-Contest entgegen.

Kempten – „W” – das steht für Wels, „Uppies” – das steht für Guppies und „S” – das steht für Schnecken”, sagt Christian Eberle, Leiter des Projektes „Wuppies”, einer Schülerfirma der Tom-Mutters-Schule aus Kempten.

Christopher, einer der Geschäftsführer dieses kleinen Unternehmens, der neben dem Pädagogen Christian Eberle sitzt, nickt und in seinen Augen sieht man die Freude darüber, wie viele wertvolle praktische Erfahrungen er und seine Schulfreunde beim Projekt machen können. 

 Vor Ort im Förderzentrum für Geistige Entwicklung der Lebenshilfe Kempten im Thingers lernen zehn Schüler den alltäglichen Berufsalltag kennen, in dem sie mit ihrer eigenen Firma „Wuppies” Fische, Tonhöhlen und Wasserschnecken günstig für Besitzer von Aquarien vertreiben. Es ist sogar möglich, ganze Aquarien über „Wuppies” zu beziehen, die von den Jugendlichen im Alter von 16 bis 19 Jahren beim Kunden direkt gereinigt und gewartet werden. Das Projekt „Wuppies” ist Teil eines bundesweiten Wettbewerbs, der sich zum Ziel gesetzt hat, Heranwachsende mit Behinderung mit dem beruflichen Alltag zu konfrontieren. 

Es soll versucht werden, die Jugendlichen durch Zugewinn an Erfahrungen später einmal in die Berufswelt zu integrieren. Im konkreten Fall hieß dies beim Projekt „Wuppies” der Tom-Mutters-Schule, gemeinsam mit zehn Schülern eine richtige kleine Firma zum Vertrieb von Fischen und Tonhöhlen zu gründen. So ist zum Beispiel die Schülerin Selina als Geschäftsleiterin zuständig für die Bereiche Werbung und Verkauf, Christopher für den Ein- und Verkauf, während sich Robert und Danny um die Produktion kümmern. Mit ihren Projekt unter der Leitung von Christian Eberle schafften es die Jugendlichen sogar unter die zehn besten Firmen des Wettbewerbs zu kommen. Und deshalb war es kürzlich so weit: Auf Einladung des Bundeswirtschaftsministeriums ging es mit einem Fernbus auf große Reise. Ziel war die Preisverleihung des bundesweiten „Schülerfirmen-Wettbewerbs” in Berlin. Immerhin belegte „Wuppies” einen zehnten Platz bei insgesamt 250 teilnehmenden Schülerfirmen. 

Als Dank für ihre Mühe erhielten die Akteure dort einen Scheck über 500 Euro und hatten bei zwei Übernachtungen auch die Gelegenheit, die Bundeshauptstadt in zu besichtigen. Auch nach der Preisverleihung wird „Wuppies” fortgesetzt und die Schüler werden weiterhin an interessierte Privatkunden und städtische Einrichtungen wie die Nordschule, Fische, Tonhöhlen und Schnecken vertreiben. Interessierte finden weitere Informationen dazu auf der Homepage der Tom-Mutters-Schule oder unter www.ebilogo.de. Der „Schülerfirmen-Wettbewerb“ für 2014 beginnt in Kürze.

Jörg Spielberg

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