"Klimaschutz statt Kohleschmutz" 

Schüler streiken für die Umwelt

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Kempten - Nicht nur Erwachsene und Politiker beschäftigen sich mit dem Thema Umwelt und Klimaschutz, sondern auch jüngere Generationen werden hier aktiv. „Fridays for Future“ ist eine weltweite Bewegung von Schülern und Studenten, die sich an ihren Schulen und Unis, aber auch vor Regierungssitzen zu Streiken für den Umweltschutz versammeln. Als angehende Klimaschule sahen sich einige Schüler/innen der Oberstufe des Carl-von-Linde-Gymnasiums (CvL) in ihrem eigenen Interesse dazu verpflichtet, einen Beitrag zu dieser Thematik zu leisten.

„Warum sollten wir in die Schule gehen, wenn wir keine Zukunft haben?“, sagte Sarah, eine Schülerin aus dem Abiturjahrgang des Carl-von-Linde-Gymnasiums. Durch die weltweite Bewegung hatten Schüler den vergangenen Freitag, dafür angesetzt, deutschlandweit an allen Schulen zu streiken, um die Politiker auf die Ernsthaftigkeit der Auswirkungen des Tuns jedes Einzelnen auf die Umwelt aufmerksam zu machen. 

So hatten die SchülerInnen am CvL in den sozialen Netzwerken eine Gruppe erstellt, in der sie sich über das Organisatorische austauschten. Dabei holten sie auch andere Schulen wie das Hildegardis-Gymnasium ins Boot. So fand sich eine große Menge an Schülern, die alle rege über die Umsetzung dieser Aktion debattierten. 

Dabei fielen einige Aussagen, weshalb es gerade für die Schüler so wichtig sei, sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen. Laut vielen Schülern ist es sinnlos, etwas für die Zukunft zu lernen, die es im Endeffekt bald nicht mehr geben wird, wenn keiner eingreift und sich nicht schnell etwas ändert. „Wir sind hier, wir sind laut, weil man unsere Zukunft klaut!“ Dies war der Leitspruch an beiden Schulen, welchen die Schüler zusätzlich zu anderen Parolen, die sie auf Protestschilder geschrieben hatten, laut kundgaben. 

Einige Schüler berichteten auf Nachfrage, dass sie sich auch in ihrem alltäglichen Leben für die Umwelt engagieren und zum Beispiel darauf achten, beim Einkaufen eigene Stoffbeutel mitzunehmen oder das Obst nicht extra in Plastiktüten zu packen. Auch, wenn diese Bewegung an den Schulen wegen des Unterrichtsausfalls eine große Diskussion verursacht hat, hoffen die demonstrierenden Schüler, dass ihre Aktion, die unter dem Motto „Handeln statt Reden“ stand, die Problematik noch mehr ins Bewusstsein der Bürger gerückt hat. Dass alle etwas verändern müssen, ist jedem bereits klar. Nur an der Umsetzung fehle es noch. Dies sei die Aufgabe eines jeden einzelnen. „Wir haben nur diese eine Welt – There is no planet B!“, in diesem Leitspruch hört man, wie ernst es den Jungen ist. 

Lea Schäffler

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