Für ein umfangreiches Buffet reicht es allemal

Was sich aus geretteten Lebensmitteln alles machen lässt ...

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Die Schülerinnen bereiten ein Buffet aus geretteten Lebensmitteln zu.
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Die Schülerinnen bereiten ein Buffet aus geretteten Lebensmitteln zu.

Kempten – „Ein regionales Buffet mit geretteten Lebensmitteln“ lautet die Aufgabe, der sich die 13 Hauswirtschaftsschülerinnen an diesem Dienstagabend stellen. Rund anderthalb Stunden Zeit haben sie eingeplant, um ein umfangreiches Buffet auf die Beine zu stellen.

Der Clou: Die Lebensmittel werden nicht danach besorgt, was im Rezept steht. Stattdessen wird das verarbeitet, was die Kemptener Foodsharer zuvor gerettet hatten.

Ein Buffet sei die Kür einer Hauswirtschafterin, sagt Gertrud Epple, Bildungsberaterin für Hauswirtschaft. Mit geretteten Lebensmitteln gelte das umso mehr. „Das ist eine Herausforderung, man muss spontaner und kreativer sein.“ Ihre Kollegin, Fachlehrerin Sabine Herz, die sich im FairTailer Kempten engagiert, habe im Büro viel über Foodsharing erzählt. „Sie meinte, mit hauswirtschaftlichen Fähigkeiten kann man die Reste wunderbar aufwerten“, so Epple. So sei es zu der gemeinsamen Aktion gekommen. Altes Brot, überreifes Obst und ähnliches könnten mit ausreichendem Wissen leicht verwendet und vor der Mülltonne bewahrt werden. „Man merkt dann nicht, dass es Reste sind.“

Das klappt auch an diesem Abend. Als die Gäste zur Verköstigung erscheinen, stehen u.a. Allgäuer Wolkenbruch – ein traditioneller Aufstrich aus Limburger, Radieschen und Sauerrahm – auf Seelenschnittchen, ein Kartoffelgnocchi-Dreierlei, ein „Alles muss weg“-Auflauf und „die gute Lebensmittelretter-Pfanne“, zahlreiche Salate und Gemüsesticks mit unterschiedlichen Dips auf dem Tisch. Auch mehrere Nachtischvariationen gibt es, zum Beispiel ein Apfel-Karamell-Dessert.

Auch Manfred Bauerfeind vom FairTailer Kempten im Ankergässle ist gekommen, um zu sehen und zu schmecken, welche Möglichkeiten in den weggeworfenen Lebensmittel steckt und zeigte sich bei der Verköstigung angetan.

Die Schülerinnen, die sich der Herausforderung stellten, haben ihre Ausbildung im September 2018 an der Land- und Alpwirtschaftsschule im Teilzeitmodus begonnen und werden ihre Abschlussprüfung in diesem Sommer ablegen, erzählt Semesterleiterin Marie-Luise Althaus. Dann werden die jungen Frauen, die alle zuvor schon eine Ausbildung abgeschlossen haben, Fachwissen zur Küchenpraxis, über Ernährung, Berufs- und Arbeitspädagogik u.a. gesammelt und praktisch erprobt haben.

Wer sich für die Ausbildung interessiert, kann sich dazu informieren am 6. Mai um 19.30 im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten und am 12. Mai um 19.30 Uhr in der Land- und Alpwirtschaftsschule Immenstadt, Kemptener Straße 39.

Martina Ahr

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