Polizei plädiert für Solidarität

Schulabschlussfeiern im Zeichen von Corona

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Kempten/Landkreis - Derzeit finden in vielen Schulen die letzten Prüfungen der Abschlussklassen statt. Den Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt nehmen die Schüler alljährlich zum Anlass, ihren Schulabschluss an öffentlichen Orten wie Baggerseen oder Flussufern gebührend zu feiern.

Dies passierte stets unorganisiert und teilweise zogen diese Feiern in der Vergangenheit auch Publikum außerhalb der Schulfamilie an, nach Pressemitteilung der Polizei. 

Vor dem Hintergrund des Infektionsschutzes seien Feiern und Grillen im öffentlichen Raum derzeit noch nicht gestattet. Zum einen, weil bei einer Zusammenkunft von vielen beliebigen Menschen etwaige Infektionsketten nicht nachvollzogen werden könnten. Zum anderen, weil fortschreitender Alkoholkonsum enthemme und die empfohlenen Mindestabstände zwischen den Personen oftmals auch nicht mehr eingehalten würden.

So wäre es im Zusammenhang mit Schulabschlussfeiern am Dienstag bereits zu einem Polizeieinsatz in Sulzberg. Nachmittags hatte ein ein Spaziergänger die Polizei Kempten über eine größere Gruppe feiernder Personen am Südufer des Öschlesees informiert. Vor Ort traf die Polizei auf circa 150 Heranwachsende , die gemeinsam ihre letzte Abschlussprüfung feiern wollten. Die Polizeibeamten klärten die Heranwachsenden über die Regelungslage auf, woraufhin diese sich einsichtig zeigten und die Örtlichkeit wieder verließen.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass das Grillen und Feiern auf öffentlichen Plätzen derzeit nur gestattet sei: 

• Mit Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandten in gerader Linie, Geschwistern so-wie Angehörigen eines weiteren Hausstands, 

• In Gruppen von bis zu 10 Personen. Dies treffe aber nicht auf Abschlusspartys zu, laut Pressemitteilung. Das Feiern und Grillen auf öffentlichen Plätzen und Anlagen sei unabhängig von den anwesenden Personen nicht gestattet.

Organisierte Schulabschlussfeiern für einen bestimmten Teilnehmerkreis seien bis zu 50 Teilnehmern in geschlossenen Räumen oder bis zu 100 Teilnehmern unter freiem Himmel gestattet, wenn der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet hätte und es auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen könne. Finde die Veranstaltung in einem gastronomischen Betrieb statt, seien die allgemeinen Voraussetzungen für gastronomische Betriebe zu beachten.

Die Polizeibeamtinnen und -beamten des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West überprüfen weiterhin besonnen und mit viel Fingerspitzengefühl die geltenden Regeln zum Infektionsschutz und appelliert an alle SchülerInnen, sich im Kampf gegen das Virus solidarisch zu zeigen und keine unorganisierten Schulabschlussfeiern im öffentlichen Raum abzuhalten. Feiern ist möglich, aber nur im organisierten Rahmen unter Einhaltung von Hygienekonzepten.

kb

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