Haubenschloßschule feiert 60-Jähriges

Runde Sache

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Mit viel Engagement dabei: Der Chor der Haubenschloßschule.

Kempten – Ihr 60-jähriges Bestehen feierte die Haubenschloßschule am Donnerstag unter anderem mit zahlreichen Schülereltern – viele davon selbst ehemalige Schüler des Jubilars – sowie städtischen Vertretern.

Aber über einen Gast freute sich Schulleiterin Jutta Barwitz ganz besonders: Johann Zillenbiller, der bereits im Gründungsjahr der Kemptener Schule 1953 hier Lehrer war. Die „Stars“ des Abends waren dennoch die Schülerinnen und Schüler, die mit Chor und Flötengruppe, mit Bläserklasse und als Schauspieler, jedes Jahrzehnt dokumentierten sowie als bildende Künstler nicht nur einen charmanten (Rück-)Blick auf 60 Jahre Haubenschloßschule beisteuerten. 

Auch der an diesem Abend präsentierte Schuljahres- und Ferienkalender, der auf 17 Blättern Bastel- und Spielseiten für Groß und Klein vorstellt, war eigens zum Jubiläum gestaltet worden. Bei allen Rückblicken, die so ein runder Geburtstag zwangsläufig mit sich zu bringen pflegt, war das Jubiläum für die Schulleiterin aber auch „ein Anlass nach vorne zu schauen“ und ihre Vision von Schule als einen Ort des Miteinanders darzulegen; ein Ort an dem Unterschiede der Kinder wie Geschlecht, Nation, Hautfarbe, Religion, Einstellung, körperliche oder geistige Behin- derung „eher bereichernd als belastend sind“. Ihr Wunsch sei eine Schule, „an der die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen – wie soziale Kompetenz, Hilfsbereitschaft, Lernen im Team, mentale Stärke, gesunder Lebensstil, Ernährung und Bewegung, Lebensqualität, Anleitung zum Glücklichsein, Reden, Tanzen, Sport, Musik, Kunst, Theater spielen oder sinnvoller Umgang mit Medien – wichtiger ist als die reine Wissensvermittlung“. 

 Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) bescheinigte der Schule eine „hohe Qualität“, die nicht selbstverständlich, sondern dem „guten Geist“ zwischen allen Akteuren zu verdanken sei. Von einer Schule, die nicht 60 Jahre alt, sondern vielmehr „jung“ sei und es immer verstanden habe, sich innovativ und flexibel anzu- passen, sprach Schulrat Hans Fasser und bekannte, bei jedem seiner Besuche „die Atmosphäre in dem liebevoll gestalteten Schulhaus“ zu genießen. Allerdings sei „die Haubenschloßschule schon längst an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen“, kritisierte Schulrat Fasser die Raumsituation. Abgesehen davon stehe die Schule aber „blitzsauber da, mit einer Ausstattung, die sich sehen las- sen kann“. Als Themen der Zukunft nannte er unter anderem Ganztagsbetreuung, Kinder mit Migrationshintergrund oder auch „Inklusion als Schlagwort“, wobei an diesem Ort hier bereits Kooperationsklassen „sehr erfolgreich unterrichtet werden“. 

Und weil laut Barwitz bei der Produktion des „ganz besonderen“ Jubiläumskalenders „das schwierigste die Auswahl der Bilder“ gewesen sei, konnten sämtliche dazu entstandenen Schülerarbeiten gleich noch in einer Ausstellung besichtigt werden – inklusive Vorführung der unterschiedlichen Techniken durch die Nachwuchskünstler. Christine Tröger 

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