Kultureller Höhepunkt für Jung und Alt mit Schubkraft

Im "Bann" der Schultheatertage

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Brachten eine gelungene Vorstellung des STT-Programms auf die Bühne: das P-Seminar des Allgäu Gymnasiums.

Kempten – Ein kleines Jubiläum können die Schultheatertage (STT) heuer bereits feiern, wenn es von 18. bis 22. Mai heißt: „Die Welt ist (d)eine Bühne – spüre ihren Bann!“. Es wird die fünfte Ausgabe des inzwischen nicht nur für die Jugend fest zum Kemptener Kulturleben zählenden Festivals im TheaterInKempten (TIK) sein.

Einen Vorgeschmack lieferte vergangene Woche das Team des P-Seminars der 11. Jahrgangsstufe „Theater und Öffentlichkeitsarbeit“ des Allgäu-Gymnasiums unter Leitung von Angelika Altenthan. Bevor sie sich auf ihrem Trip erst einmal mit „Prinzessin Anna oder wie man einen Helden findet“ beschäftigten, begrüßte Alina Alltag von der Kommunalen Jugendarbeit als Gastdarstellerin die eingeladenen Pressevertreter.

Die zwölf Nachwuchsschauspieler verwoben geschickt die Stücke des Festivalprogramms zu einer eigenen kleinen Geschichte, in denen noch weitere wichtige „Hinter-den-Kulissen-Akteure“ in kleinen Gastauftritten sichtbar wurden. Wie Schirmherrin Ulrike Kiechle, die im vergangenen Jahr den symbolischen Schirm von ihrer Vorgängerin Heidi Netzer übergeben bekommen hatte und diesmal in „Afrika“ frei nach dem Motto „probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Stück „Moglis Dschungel...“ plaudern durfte. 

Einen wilden Bogen schlugen die Jungschauspieler von der Flucht auf der „Arche Noah“ zum Schiffsunglück der Titanic, quasi als Mittler, um zu „Lady Windermere’s Fan“ zu gelangen. Als Schiffsarzt hatte Dr. Dr. Robert Wiedenmann, der mit seinem Wiedenmann Stiftungsfonds unter anderem die Schultheatertage unterstützt, dabei seinen Gastauftritt. Diese Ehre wurde auch der scheidenden Theaterdirektorin Nikola Stadelmann zuteil, freilich erst nachdem die „Überlebenden“ per Rettungsboot nach Sydney gerudert und mit „Prinzessin Turandot“ in Berührung gekommen waren. Stadelmann wurde von „Naomi und Charly“, Protagonisten aus „Geheime Freunde oder Der gelbe Vogel“ in die Mangel genommen, während sich STT-Projektleiterin Sandra Vollmer dem Rampenlicht fern halten durfte.

Das Projekt „hat sich gut etabliert und wird auch gut angenommen“ freute sich Stadel- mann darüber, dass sowohl das Interesse an der Teilnahme – seien es Schulen oder andere Kooperationspartner – wie auch seitens der Zuschauer groß ist. Bei vielen Schulen habe sich ein „Zwei-Jahres-Rhythmus“ eingependelt, so dass sich die Bewerbungssituation „entspannt“ habe und auch diesmal wieder alle, die mitmachen wollten, dabei seien. So stehen über 500 Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Schulen und Jahrgangsstufen an fünf Tagen in insgesamt dreizehn Aufführungen von elf Stücken auf der großen Theaterbühne oder im TheaterOben. Daneben werden während der Festivalwoche wieder zahlreiche Kreativprojekte angeboten: „In this life“, ein Projekt mit jungen Asylbewerbern; „Rock the Cajón“, bei dem Jugendliche dieses „kleinste Schlagzeug der Welt“ bauen und das offene Kunstprojekt „Du bist einzigartig“, das zum gegenseitigen Porträtieren einlädt. Auch die Festivalkantine wird wieder in bewährter Schülerhand sein, wenn das Team der Agnes-Wyssach-Schule einmal mehr „Mahlzeit!“ wünscht.

Wie die Schirmherrin und Grundschullehrerein betonte, sei es „eine ganz tolle Sache“ für die Schüler auf der großen Bühne zu stehen, die man „nicht hoch genug schätzen kann“ und zudem einen „unglaublichen Schub“ bewirke. Auch zwei ihrer Töchter hätten bei den STT schon mitgemacht, wie sie erzählte.

Ins Leben gerufen haben die STT Stadelmann und Jugendamtsleiter Thomas Baier-Regnery, damals noch Leiter des Amtes für Jugendarbeit, vor nunmehr fünf Jahren, unter anderem um künstlerische und kommunikative Kompetenzen zu fördern, schulübergreifende Kooperationen zu entwickeln und das Selbstbewusstsein der Mitwirkenden zu stärken. Inzwischen sei es als einer der kulturellen Höhepunkte „aus der Stadt nicht mehr wegzudenken“, wie Stadelmann meinte. Infos gibt es unter: www.schultheatertage-kempten.de.

Von Christine Tröger

 

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