Martin Bernhard (SPD) Zweiter vor Thomas Hartmann (Grüne)

Thomas Kiechle (CSU) gewinnt OB-Wahl

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Thomas Kichle (CSU) wird neuer Oberbürgermeister von Kempten.

Kempten – Thomas Kiechle wird neuer Oberbürgermeister der Stadt Kempten. 51,09 Prozent der Wähler sprachen sich am heutigen Sonntag für den gemeinsamen Kandidaten von CSU und Freien Wählern aus. Damit wird es nicht wie erwartet zu einer Stichwahl kommen.

Herausforderer Martin Bernhard (SPD) erhielt 23,03 Prozent der Stimmen, Thomas Hartmann von den Grünen nur 11,75 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei erschreckend niedrigen 42,08 Prozent. 

„Ein gutes Gefühl“, sagte Wahlsieger Thomas Kiechle unmittelbar nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses. Dass es bereits im ersten Wahldurchgang für eine deutliche Mehrheit gereicht habe, freue ihn besonders. „Die Mischung aus Persönlichkeitswahl und inhaltlichen Punkten hat zu diesem Ergebnis geführt“, war er sich sicher. 

CSU-Kreisvorsitzender Thomas Kreuzer sagte: „Das ist ein hervorragendes Ergebnis. Die 50 Prozent schon im ersten Durchgang zu knacken, ist beachtlich.“ 

Herbert Karg, Vorsitzender der Freien Wähler, die Kiechle im Wahlkampf unterstützt hatten, frohlockte: „Es freut mich, dass unsere gemeinsame Kombination die Wahl gewonnen hat.“ Dass Kiechle bereits im ersten Durchgang die Wahl entschied, sei ihm von Anfang an klar gewesen. Das Ergebnis sei „ein großer Vertrauensvorschuss für Thomas Kiechle, dem er gerecht werden wird.“ 

OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) gratulierte seinem Nachfolger. „Ich wünsche ihm eine glückliche Hand“, so Netzer. Sein Dank galt aber auch den übrigen Kandidaten: „Alle haben einen fairen, einen engagierten Wahlkampf geführt.“ 

Newcomer Martin Bernhard von der SPD, der auf Anhieb 23,03 Prozent erreichte, sagte: „Ich bin enttäuscht, dass ich nicht in die Stichwahl gekommen bin.“ 

Noch größer war die Enttäuschung bei Grünen-Kandidat Thomas Hartmann, der sich bei seinem dritten Anlauf im Vorfeld der Wahl deutlich mehr erwartet hatte. „Das ist ein unerwartet schlechtes Ergebnis für mich persönlich“, sagte er. „Ich kann nicht verstehen, wofür 12 Jahre Stadtratsarbeit gut waren.“ 

Hinter den Erwartungen blieb auch FDP-Kandidat Ullrich Kremser mit 7,67 Prozent. Er zeigte sich überrascht über den deutlichen Wahlausgang. „Das habe ich so nicht erwartet“, so Kremser. Michael Hofer, Kandidat der UB/ödp, erreichte 4,74 Prozent. Er zeigte sich ebenfalls überrascht über das eindeutige Ergebnis. „Wir kriegen einen guten OB“, sagte er. 

Michael Ulmer von den Republikanern holte 1,72 Prozent der Stimmen und war vorerst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Mehr zur Wahl in Kempten lesen Sie hier im Laufe des Montags.

Matthias Matz

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