Bürgermeister informiert sich vor Ort

Zu Besuch im Kleiderstüble

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Ein Teil des Teams im Kleiderstüble: Uschi Mödlang (v.l.), Bärbel Frick, Gabi Zarella, Sarah Welz, Monika Hamberger, Andrea Schuwerk, Adelia Held und Lilo Rapp.

Isny – Bürgermeister Rainer Magenreuter und Ordnungsamtleiter Philipp Schneider besuchten vor kurzem das Kleiderstüble am Burgplatz und informierten sich über die augenblickliche Situation.

Leiterin Annemarie Herrmann-Dominkovic zeigte ihnen stolz den Laden mit Second-Hand Kleidung in fast allen Variationen und für jede Altersstufe. 

Stark verknüpft mit der Nachbarschaftshilfe, die schon seit mehr als 20 Jahren ein Kleiderstüblebetrieb war, ist der Laden aus dem oberen Teil des Hallgebäudes in das ehemalige Geschäft von Waffen-Blaser und dann vor Jahresfrist in das leerstehende Geschäft am Burgplatz umgezogen. 

Seit etwas mehr als zwei Jahren leitet Annemarie Herrmann-Dominkovic das Kleiderstüble und arbeitet im Team mit rund 14 ehrenamtlichen Helferinnen, könnte aber gut noch weitere HelferInnen brauchen. Kunden im Kleiderstüble sind nicht etwa nur Sozialfälle, sondern in der Mehrzahl ganz normales Publikum, das keine Lust hat große Summen für Kleidung hinzulegen. Allerdings steht die soziale Ausrichtung natürlich im Mittelpunkt bei der Arbeit im Kleiderstüble. Es gibt genügend Menschen, die sich andere Kleidung gar nicht leisten können und heilfroh sind, wenn sie sich entsprechend einkleiden können. Ein besonderer Dank gilt dem Modehaus Binder in Bad Wurzach, das immer wieder neue Ware spendet die nach der Saison keine Abnehmer gefunden hat. 

Kleidung abgeben 

Derzeit ist wieder ein Engpass zu bemerken. Frühlings- und Sommermode wird dringend benötigt und besonders Sachen für junge Männer sind gesucht. Also lieber nicht in die Kleidersammlung, sondern ins Kleiderstüble damit. Vorausgesetzt, die Kleidung ist sauber und unbeschädigt. Angenommen werden nur Spenden, eine Führung von Kommissionsware ist nicht vorgesehen. Wenn am Ende der jeweiligen Saison viel Ware übrig bleibt, ist auch das kein Problem. Sie wird zusammengepackt und an die Osteuropa- hilfe „Triumph des Herzens“ weitergegeben. Da ist es sicher, dass die Ware nicht in irgendeinem Verkauf landet, sondern gleich Bedürftige erreicht. Ins Kleiderstüble kommen hin und wieder auch Kunden die kein Geld zur Verfügung haben. 

In solchen Fällen greifen die Mitarbeiterinnen in die „Rumänienkiste“ und sorgen für kostenlose Versorgung. Bürgermeister Magenreuter war sichtlich erstaunt, wie viele Kunden in dem Laden waren und gratulierte dem Team für ihre hervorragende Arbeit. Unterstützung von Seiten der Stadtverwaltung ist zugesichert und zumindest bei der fälligen Parkvignette und dem benötigten Fahrradständer ist Ordnungsamtsleiter Schneider zu schneller Hilfe bereit.

Manfred Schubert

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