"Sehr komplexe Arbeit"

Unmut herrscht derzeit bei den Haus- und Grundstückseignern in den Bereichen Lorenzstraße Süd sowie Brachgasse Nord und Süd. Wie vergangene Woche berichtet, hatten betroffene Stiftstädter die irreführende und zu kurzfristige Kommunikation der Stadtverwaltung bezüglich der Beiträge für die im Jahr 2005 fertig gestellten Sanierungsarbeiten kritisiert.

Zwar waren ihnen für die Kanal- und Wassersanierungsarbeiten „auf öffentlichem Grund“ keine Kosten entstanden, worüber sie vom KKU auch in einem ersten Infobrief bereits im Jahr 2003 in Kenntnis gesetzt worden waren. Aber für Sanierungen am eigenen Kanalanschluss sowie Ausbauarbeiten wurden nun Beiträge fällig. Laut Stiftstädter sei darauf in besagtem Schreiben nicht eindeutig hingewiesen worden. Die Ankündigung sei Ende September 2009 gekommen, gefolgt von einem Bescheid Ende Oktober mit vierwöchiger Zahlungsfrist. Zu kurz, wie die Betroffenen beanstandeten, zumal sie erst mit Rechnungsstellung über die Höhe der Beiträge erfahren hätten. Dass es bei diesem Thema immer Konflikte gibt, machte Baureferentin Monika Beltinger auf Nachfrage des KREISBOTE deutlich. Im Infobrief der KKU stehe genau drin, wie es sich mit den Kosten verhalte, meinte sie. Allerdings, räumte sie ein, „haben wir festgestellt, dass das Schreiben ausführlicher sein muss“, was seit 2003 auch beständig verbessert werde. Sie verwies darauf, dass bei Kanal- und Wassersanierungen „gleichzeitig immer Straßenentwässerungsarbeiten“ vorgenommen werden müssten, die nach der rechtlichen Vorgabe zwingend „umgelegt werden müssen“. Da eine Abrechnung erst nach Vorliegen aller Gesamtkosten möglich sei, könnten im Vorfeld auch keine Kostenhöhe genannt werden, machte sie die „sehr komplexe Arbeit“ deutlich, bei der sich die Summen nach Größe des jeweiligen Grundstücks berechne. Unmut vorprogrammiert In der Ankündigung seien Ansprechpartner für genauere Auskünfte auf einzelne Anfragen genannt worden, betonte sie. „Wir versuchen es gemeinsam mit der KKU so geschmeidig wie möglich zu machen“, versicherte die Baureferentin, aber es sei eben ein Geschäft, das beim Bürger immer zu Unmut führe.

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