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Geplanter Neubau von Ceratizit/WNT punktet im Gestaltungsbeirat

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Optisch in drei unterschiedliche Gebäudeteile gegliedert, mit dem 20,70 Meter hohen Kopfbau, dem sich die beiden deutlich niedrigeren anschließen. © ATP Architekten

Beeindruckt zeigten sich die Mitglieder des Gestaltungsbeirats vom geplanten Logistikzentrum für Ceratizit/WNT, das auf dem insgesamt 50.000 Quadratmeter großen Areal des Gewerbegebiets Südlich Leubas entstehen soll.

16.500 Quadratmeter werden jetzt überbaut, dazu bleibt eine Erweiterungsoption im östlichen Teil.

Im Gewerbegebiet soll künftig die „Zentrale für WNT Deutschland“ sein, wie Klaus Hessenberger, von ATP Architekten, angab. Das Architekturbüro war in Kempten bereits beim Bau von Forum Allgäu und Big Box tätig.

Bis 2020 soll das neue Betriebsgebäude fertig sein und WNT mit Verwaltung und technischem Zentrum sowie Ceratizit Logistik vom jetzigen Standort in der Dieselstraße im Gewerbegebiet Ursulasried umziehen.

Das insgesamt recht imposante Gebäude gliedert sich in drei Teile: Ausgangspunkt ist ein 43 x 43 Meter umfassender „Metallblock“ im Süden. Hier liegt auch der höchste Punkt des Bauwerks mit 20,70 Metern Höhe, der das restliche Gebäude deutlich überragt. Der Eingangsbereich mit Foyer und Atrium soll öffentlich genutzt werden, darüber laufen im ersten Obergeschoss die Büros für die 300 Mitarbeiter. Die Nutzung der zweiten Etage, möglicherweise unter anderem als „Co-Working-Spaces“, sei derzeit noch in der Entwicklung. Eine große Glasscheibe mit lamellenartigen Holzelementen schließt sich als Mittelteil an. Darin soll ein Testcenter Platz finden. Als dritter Teil folgt ein Holzbau für den Logistikbereich. Auf dem Dach des Holzbaus soll eine Photovoltaikanlage entstehen, die „fast den ganzen Bedarf“ an Strom decken werde.

Theo Dodel-Hefele (Bündnis ‘90/Die Grünen) fand es „einmalig, dass man hier bei einem Industriebau mit Holz arbeitet“, was man sonst nur in Österreich sehe. SPD-Stadtrat Siegfried Oberdörfer nannte „die Entwicklung sehr überzeugend“. Gestaltungsbeirätin Katja Aufermann wünschte sich, den aus Holz bestehenden Gebäudeteil stärker sichtbar zu machen.

Christine Tröger

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