"Selbstverständlich geht es weiter"

Szene aus dem Stück „Das schlaue Füchslein“. Foto: Schubert

Einmal mehr ist eine Operninszenierung in Isny über die Bretter gegangen, die für viele Menschen die Welt bedeuten. Das Allgäu ist nun nicht die Ecke der Welt, in der das Wetter mit sich spaßen lässt. Zwar war alles für die Aufführungen im Diebsturm gerichtet, aber in 23 Jahren hat Hans-Christian Hauser als Regisseur, musikalischer Leiter und treibende Kraft hinter den Kulissen (falls er welche braucht) schon immer als zweites Standbein den Saal des Kurhauses mit eingeplant. Das war auch in diesem Jahr wieder gut so, an der hohen Qualität der Musiker und Sänger ändert das jedenfalls nichts.

Herr Hauser, wie war die Stimmung beim Ensemble? Hauser: „Das Stück hat großen Spaß gemacht und die Rollen waren eine echte Herausforderung. So wie es allerdings diesmal funktionierte, hat es selten oder nie geklappt. Mit den Besetzungen war ich voll und ganz zufrieden. Sie haben alle gut zu ihren Rollen gepasst.“ Mit welcher Absicht inszenieren sie die Oper in Isny? Hauser: „Im Zentrum der Inszenierung stehen Studenten, die im Rahmen ihrer Ausbildung zum Teil zum ersten Mal in einer kompletten Rolle auf der Bühne stehen. Der Aspekt der Ausbildung und die Wirkung auf das Publikum sind in einem ausgewogenen Verhältnis.“ Also steht das Geld im Hintergrund? Hauser: „Man muss halt schauen wie man das Ganze finanziert. Der Isnyer Gemeinderat mit seiner positiven Einstellung hat bei allen 23 Festivals verständnisvoll mitgemacht und in diesem Jahr wird man sich nach Beendigung des Festivals noch einmal damit konfrontiert sehen.“ Wie war die Orchesterbesetzung? Hauser: „Gemischt wie immer. Deutsche, Rumänen, Slowaken und viele andere Nationalitäten. Wichtig war auch, dass Schüler der Jugendmusikschule die Chance hatten, mit diesen Internationalen und Professionellen besonders beim Festivalkonzert in den Schwung einer großen Mahler-Sinfonie eintauchen zu können.“ Waren auch Aufführungen außerhalb Isnys? Hauser: „Ja! In der Hofkirche der Residenz in München. Das ist eine Chance für die Künstler, sich einem Großstadtpublikum und verschiedenen einflussreichen Persönlichkeiten vorzustellen.“ Uns nächstes Jahr? Hauser: „Selbstverständlich geht es weiter! Wir suchen wieder ein Werk aus, dass viele attraktive Rollen bietet. Das werde ich in einigen Wochen mit den Beteiligten ausdiskutiert haben.“ Herr Hauser, danke für das Gespräch.

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