Senegal will tragfähiges Berufsbildungssystem entwickeln

Bildungsexperten besuchen bfz

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Unter der Delegation aus dem Senegal befand sich auch der Chefberater des Bildungsministers, Siré Ba (9.v.l.), der dem Kreisboten gegenüber unterstrich, dass der Besuch im bfz für ihn äußerst aufschlussreich war. Anne Oertel (2.v.l.), und Adel Jaballah (2.v.r.) vom bfz, internationaler Bereich, koordinierten die gut einwöchige Exkursion. Insa Kampmann, Schulleiterin Private Fachschulen für Maschinenbau- und Elektrotechnik (6.v.l.) stellte der Gruppe die Fachräume der berufsbegleitenden Technikerschule Kempten vor.

Kempten – Auf ihrer Exkursion durch den Freistaat stand für eine Delegation von Berufsbildungsexperten aus dem Senegal am vergangenen Mittwoch der Besuch im bbw (Berufsbildungswerk der Bayerischen Wirtschaft) auf dem Programm.

Im Beruflichen Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (bfz) wurde die 18-köpfiger Gruppe ausführlich über Angebote aus dem gewerblichtechnischen Bereich und deren Konzeption informiert.

Ein weiteres Thema, das die Senegalesen brennend interessierte, waren die Bildungsmöglichkeiten für Jugendliche und arbeitssuchende Erwachsene. Darüber hinaus besichtigten sie die Fachräume der berufsbegleitenden Technikerschule, die speziell im bfz Kempten vorhanden ist. Die Gäste waren von der – in Französisch gehaltenen Präsentation – sichtlich angetan, stellten vertiefende Fragen – zum Beispiel, wer die jungen Menschen an das bfz verweist oder wie das bfz bei Behinderten „aufgestellt“ ist – und machten sich laufend Notizen. „Sie waren sehr aufmerksame Besucher“, freute sich Daniela Auerbacher vom bfz am Schluss der Veranstaltung.

Seitens des senegalischen Bildungsministeriums wurde der Wunsch an die Staatskanzlei in München herangetragen, einer Abordnung Einblick in das hiesige Berufsbildungssystem zu ermöglichen. Das bfz international, seit Jahren in überstaatlichen Kooperationen und Projekten unterstützend tätig, erhielt den Auftrag, für die Repräsentanten aus dem westafrikanischen Land ein entsprechendes Programm zusammenzustellen. Die Entwicklung eines Berufsausbildungssystems habe im Senegal hohe Priorität und gelte als Meilenstein, um das Land in eine gute Zukunft zu führen, so Anne Oertel, Projektkoordinatorin beim bfz, internationaler Bereich.

Bei der Tour durch die verschiedenen Institutionen sammelten die Experten Informationen, welche in das geplante Ausbildungsmodell im Senegal mit einfließen können, so Oertel weiter. So besuchte man unter anderem die Industrie- und Handelskammer, besichtigte diverse Bildungseinrichtungen und organisierte Firmenbesuche. Außerdem war man beim Symposium in Wildpoldsried, Thema „Ausbildungsperspektiven für Menschen in Entwicklungsländern“, das die Akademie für Lehrerausbildung initiiert hatte.

Hildegard Ulsperger

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