Halten, was im Wahlkampf versprochen wurde

Serie Beauftragte des Stadtrats 2020 – 2026: Dominik Tartler (Future for Kempten): Beauftragter für Jugend

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Als neuer Jugendbeauftragter möchte Stadtrat Dominik Tartler nah an den Jugendlichen dran sein und sich ihre politischen Anliegen persönlich anhören.

Kempten – Halten, was im Wahlkampf versprochen wurde – für Dominik Tartler ein Muss, wie er im Interview mit dem Kreisboten betonte.

Da Future for Kempten der Jugend auf politischer Ebene mehr Gehör verschaffen wolle, sei es nur naheliegend gewesen, sich als Beauftragter für die Jugend anzubieten. Und, weil er selbst erst 19 Jahre alt sei, könne er sich außerdem gut in die Perspektive der Jugendlichen hineinversetzen. Ein erster Schritt hin zu mehr Jugendpartizipation sei bereits gemacht: Künftig soll es eine Jugendkommission in Kempten geben. 

Als junger Mensch mit seinen politischen Anliegen ernst genommen werden und auf Augenhöhe mit Erwachsenen kommunizieren können. Diese positive Erfahrung, die Dominik Tartler momentan selbst unter Stadtratskollegen mache, wolle er auch Kemptens Jugend ermöglichen. Jugendpartizipation sei in den ersten drei Monaten seiner Amtszeit das Thema Nummer Eins gewesen. Dementsprechend habe er sich sehr gefreut, als ihn das Amt für Jugendarbeit zu einem Gespräch eingeladen habe, um sich über die Idee einer Jugendkommission auszutauschen. „Ich bin ein großer Verfechter von Jugendparlamenten. 

Mit einer Jugendkommission sind wir auf dem richtigen Weg dorthin“, meinte Tartler und erklärte: „Die Überlegung ist, die Jugendkommission als beratenden Arbeitsausschuss des Jugendhilfeausschusses einzuführen. Die Kommission soll dabei sowohl aus hauptamtlichen als auch jugendlichen Vertretern bestehen“. Essentiell sei es, die Meinungen und Ansichten möglichst aller Jugendlichen einzufangen. Um dies realisieren und auf den Status quo aufbauen zu können, habe er sich mit seiner Amtsvorgängerin Regina Liebhaber vernetzt. Außerdem habe er zusammen mit seinem Stadtratskollegen Julius Bernhardt Gespräche mit den verschiedensten Jugendorganisationen geführt, um sich einerseits vorzustellen und andererseits ein breitgefächertes Stimmungsbild zu erhalten. 

Des Weiteren stehe er mit dem Stadtjugendring in engem Kontakt und habe seine Zusammenarbeit angeboten. „Beim Themenbereich Jugend gibt es viele Überschneidungen zu anderen Schwerpunkten, zum Beispiel Schule und Bildung sowie Integration. Deshalb sehe ich hier enormes Potential, mit anderen Beauftragten zu kooperieren“, so der junge Politiker. Um zu gewährleisten, allen Jugendlichen eine politische Stimme zu geben, wolle er in naher Zukunft sämtliche Kemptener Schulen anschreiben. Tartler könne sich gut vorstellen, über die Schülermitverwaltung oder den Sozialkundeunterricht an die Schüler heranzutreten und ihnen Wege aufzuzeigen, selbst politisch aktiv werden zu können.

 „Wichtig ist, dass die Partizipationsmöglichkeiten den Interessen der Jugendlichen gerecht werden. Eine jahrelang verpflichtende Arbeit in einem Gremium, wie beispielsweise dem Stadtrat, ist für die meisten jungen Menschen nicht mehr zeitgemäß.“ Die große Herausforderung werde es sein, zum einen als Sprachrohr zwischen der Jugend und dem Stadtrat zu vermitteln und zum anderen attraktive Strukturen zu schaffen, die es den Jugendlichen erlauben, sich selbst politisch einzubringen, mitunter über die Jugendkommission. „Erfolgversprechend kann es nur dann sein, wenn die geschaffenen Strukturen vom Stadtrat anerkannt werden. Ich denke aber, dass alle um die Bedeutung der Jugend für unsere Zukunft wissen und es im Sinne aller ist, diese frühzeitig für Politik zu begeistern“, zeigte sich Tartler optimistisch. 

Dominik Baum

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