Tipps für Zuhause

Serie: Kneippen macht Laune - Das Tautreten im Morgentau 

Barfuß durch den Morgetau aktiviert Körper und Geist und bringt zudem die Venen in Schwung.
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Barfuß durch den Morgetau aktiviert Körper und Geist und bringt zudem die Venen in Schwung.

Unser Immunsystem auf so natürliche Weise wie möglich zu stärken, ist das Gebot der Stunde. Nicht zuletzt stehen die wohltuenden Anwendungen nach Kneipp zur Zeit ganz hoch im Kurs. Dabei kommt, so auch bei der heutigen Anwendung, selbst die gute Laune nicht zu kurz.

Die einen haben ihre helle Freude an einer zu „neuem Leben“ erweckenden Klopfmassage. Andere wiederum erachten den erquickenden Gesichtsguss als wahres Lebenselixier. Es ist übrigens ganz leicht, für sich selbst herauszufinden, woran es liegt, dass Kneippen Laune macht. Einfach einige Anwendungen ausprobieren und – ganz wichtig – regelmäßig über einen längeren Zeitraum wiederholen. 

Die Beitragsreihe „kneippsche Anwendungen für daheim“ setzt der Kreisbote jetzt mit dem Tautreten fort. Dabei handelt es sich um eine Methode, schon am frühen Morgen wach und fit zu werden, wie man sie sich angenehmer gar nicht vorstellen kann. Tautreten oder auch Taulaufen im Morgentau aktiviert Körper und Geist. Es macht nicht nur Spaß, sondern kräftigt auch die Venen und fördert die Durchblutung. Und es stärkt, gerade bei wiederholter Anwendung, die Widerstandskräfte gegen Infekte und andere Krankheiten. Kurz gesagt, die ideale Anwendung im beginnenden Frühling. Zudem ist Taulaufen im Morgentau in unserer Region zu jeder Jahreszeit möglich. Der Grund: Die Luft kühlt in und an den Alpen, besonders in klaren Nächten, gut ab. 

Sebastian Kneipp war ein großer Verfechter des Barfußgehens. Für ihn war es die natürlichste Sache der Welt. Und er wusste intuitiv schon vor über 100 Jahren, dass Gehen mit bloßen Füßen den Gesamtorganismus stärkt. Er ermunterte vor allem Mütter, Kinderfüßen ihre Freiheit zu lassen. Zitat: „Kaum machte im beginnenden Frühling der Schnee Miene, sich zurückzuziehen, da traten unsere bloßen Füße schon ihre Spuren in den mit Wasser getränkten Boden, und wir fühlten uns froh, heiter und gesund.“ 

Apropos gesund: Bei anfänglichen Rücken- und Bandscheibenproblemen sorgt Barfußgehen dafür, den Bewegungsapparat wieder in Balance zu bringen.  Bei Knie- und Hüftbeschwerden trifft das ebenfalls zu.

Und so einfach geht`s

Wir stapfen am frühen Morgen, die Füße sind gut durchwärmt, ein paar Minuten barfuß durch taufeuchten Rasen. Und zwar in einer als angenehm empfundenen Geschwindigkeit. Binnen weniger Sekunden entsteht in aller Regel ein Gefühl, das man als durchaus wohl bezeichnen kann. Ein Unwohlsein, gleich bedeutend mit dem vorzeitigen Ende der Anwendung, bildet die absolute Ausnahme. Von „Wiederholungstätern“, wird das Tautreten nicht selten als sinnlicher Genuss für die Füße gesehen. Und dann heisst es, für schnelle Wiedererwärmung zu sorgen. Kneippianer schwören auf Socken aus Schafschurwolle und abschließender Fußgymnastik.

Zur Nachahmung bestens empfohlen.

kb

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