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Serie Kneippen macht Laune: Löwenzahn – Superfood aus dem Garten 

Von wegen Unkraut! Löwenzahn ist echtes Superfood und am besten frisch aus dem Garten.
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Von wegen Unkraut! Löwenzahn ist echtes Superfood und am besten frisch aus dem Garten.

Unser Immunsystem auf so natürliche Weise wie möglich zu stärken, ist das Gebot der Stunde. Nicht zuletzt deshalb stehen die wohltuenden Anwendungen nach Kneipp zur Zeit ganz hoch im Kurs. Sie dienen nicht nur der Gesundheit, sondern machen auch noch Laune.

Die einen haben ihre helle Freude an einer zu „neuem Leben“ erweckenden Klopfmassage. Andere wiederum erachten den erquickenden Gesichtsguss als wahres Lebenselixier. Es ist übrigens ganz leicht, für sich selbst herauszufinden, woran es liegt, dass Kneippen Laune macht. Einfach einige Anwendungen ausprobieren und – ganz wichtig – regelmäßig über einen längeren Zeitraum wiederholen. 

Die Wirkung von Löwenzahn, so vielfältig wie kaum eine andere, steht heute im Mittelpunkt der Betrachtung. Sebastian Kneipp, der die Natur einst als beste Apotheke bezeichnete, hielt große Stücke auf Heilpflanzen und -kräuter. Sein Wissen stützte sich auf die lange Tradition der Klostergärten. Dabei waren es weniger die schwer zu kultivierenden Heilpflanzen mit hohen Ansprüchen, die er besonders zu schätzen wusste, sondern vielmehr die ganz einfachen Gewächse, wie zum Beispiel den Löwenzahn. Seine Bitterstoffe fördern den Appetit und treiben darüber hinaus die Gallentätigkeit und Magensaftproduktion an. Weitere Stoffe aus dem Löwenzahnblatt erhöhen die Wasser- und Salzausscheidung über die Niere. Besonders intensiv wirkt der Extrakt bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl. Auch ohne eine wissenschaftliche Untermauerung findet der Löwenzahn in der Ernährungsmedizin Verwendung bei Rheuma, Gicht, Arthrose, Nierengrieß, Bronchitis, Husten und Fieber. Äußerlich angewendet schafft er Linderung bei Ekzemen, Hühneraugen und Warzen.

Das Frühjahr zur Rundum-Stärkung nutzen

Naturheilkundler empfehlen eine vier- bis sechswöchige Kur mit Tee oder Saft. Sie dient zur Rundum-Stärkung von Stoffwechsel und Immunsystem. Zu Kneipps Zeiten nannte man das noch Blutreinigung. Dafür wird zweimal am Tag ein gehäufter Teelöffel Löwenzahnblätter aufgekocht, die man dann eine Viertelstunde ziehen lässt. Außerdem eignen sich junge Löwenzahnblätter als ebenso schmackhafte wie gesunde Ergänzung im Salat. Dabei lassen sich die Bitterstoffe je nach Gusto mit Schmand und Ei abmildern.

Zum guten Schluss noch ein Tipp vom Kneipp-Verein Kempten: Wer möchte, kann die Wirkung von Löwenzahn, die so vielfältig ist wie kaum eine andere, auch in bewegten Bildern mit Ton erleben. Und zwar im Internet unter www.kneippbund.de.

kb.

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