Serienvergewaltiger?

Durch die versuchte Vergewaltigung einer 14-Jährigen Anfang Juli (der KREISBOTE berichtete) ist die Polizei im Westallgäu offenbar einem Serientäter auf die Spur gekommen. Die am Tatort gefundenen DNA-Spuren konnten bislang zwar nicht zur Identifizierung des Unbekannten führen, beweisen aber, dass der Mann in den vergangenen neun Jahren mehrere junge Frauen im Westallgäu angegriffen hat. Das LKA hat die ausgeschriebene Belohnung unterdessen von 1500 auf 3000 Euro erhöht.

Zuletzt am 11. Juli hatte der Unbekannte ein Mädchen angegriffen. Wie berichtet, konnte die 14-Jährige flüchten. Da der Täter bei dem Überfall DNA-Spuren hinterließ, sind die Ermittler nun fündig geworden. Nach eigenen Angaben konnte der Mann zwar nicht identifiziert werden. Als sicher gilt aber mittlerweile, dass der Täter in mehrerer ähnliche Überfälle verwickelt ist. So fanden sich seine Spuren am 9. Juli 2000 in Isny, wo er versucht hatte, eine damals 27-Jährige zu vergewaltigen. Eine weitere versuchte Vergewaltigung an einer seinerzeit 18-Jährigen vom 28. Juni 2008 kann dem Mann mittlerweile ebenso zugeordnet werden. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass er am 3. September 2005 in Lindenberg und am 1. Januar 2007 in Lindau ebenfalls zwei junge Frauen attackiert hat. Außerdem könne nicht ausgeschlossen werden, dass noch mehr Übergriffe lauf das Konto des Unbekannten gehen. Deshalb hoffen die Ermittler nun, dass sich möglicherweise weitere Opfer aus den vergangenen zehn Jahren melden. Zudem suchen sie nach Zeugen, die Hinweise zu dem Mann geben können (1,70 bis 1,80 Meter groß, normale Statur, graumelierte Haare, 30 bis 45 Jahre alt, schiefe Zähne im Oberkiefer jeweils neben den mittleren Schneidezähnen). Mögliche Hinweise nimmt die Kripo-Station in Lindau unter der Telefonnummer 08382/9100 entgegen.

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