Es tut sich etwas

Ihnen liegt die Oberallgäuer Schullandschaft am Herzen: Kreisrat Simon Gehring (v.l.), stellv. Kreisvorsitzender Thomas Wurmbäck, Staatsminister Thomas Kreuzer, Kreisvorsitzender der CSU-Oberallgäu, Joachim Konrad, und Kreisrat Dr. Christian Schwarz. Foto: privat

Nachdem im August vergangenen Jahres der Arbeitskreis Schule unter Vorsitz des stellvertretenden CSU-Kreisvorsitzenden Thomas Wurmbäck dem damaligen Kultusstaatssekretär und heutigem Staatskanzleiminister Thomas Kreuzer ein Thesenpapier mit Gestaltungsimpulsen für die Oberallgäuer Schullandschaft überreicht hat, fand vergangene Woche ein „feedback“ des Arbeitskreises mit Kreuzer statt, wo dieser erste Erfolge bei der Umsetzung präsentierte.

So werde beispielsweise der Forderung des Arbeitskreises nach flächendeckender Einführung der flexiblen Grundschule, in der jedes Kind abhängig von seiner individuellen Begabung die Grundschulzeit zwischen drei und fünf Jahren absolvieren kann, durch Ausweitung der Schulversuche von 20 auf 60 Grundschulen in Bayern nachgekommen. Ab dem Schuljahr 2012/2013 wird auch die Grundschule Dietmannsried als Allgäuer Vertreter an diesem Schulversuch teilnehmen. „Die flexible Grundschule bietet individuelle Förderung ohne Überforderung des Einzelnen, ohne Gleichmacherei wie bei der sozialistischen Gemeinschaftsschule“, so Wurmbäck. Auch beim Übertritt sicherte Kreuzer zu, dass die Eltern noch besser informiert werden, dass zwischenzeitlich fast jeder zweite in Bayern die Hochschulreife über FOS und BOS erlangt und Realschule und Mittelschule eine echte Alternative zum Gymnasium darstellen. In diesem Zusammenhang wies der Minister auch darauf hin, dass seit Einführung der Mittelschule circa 5000 Schüler mehr für diese Schulart entschieden haben, als prognostiziert worden war. Hier wurde ein Trend umgekehrt, der bei der Hauptschule alter Art immer in die andere Richtung zeigte. Ein wichtiger Themenbereich des Arbeitskreises war die wohnortnahe Schule. Hier lauten die aktuellsten Vorgaben aus dem Kultusministerium, dass bis zu einer Schulgröße von 26 Kindern, die Grundschule vor Ort erhalten bleibt. Neues Projekt Auch das Thema Benachteiligung von Schülern mit Migrations-Hintergrund wird im Oberallgäu zwischenzeitlich durch das Projekt „Treffpunkt für Integration durch Bildung“ in der Immenstädter Moschee aktiv angegangen. Bei diesem durch Landkreis und Stadt finanziell unterstützten Projekt kommen jeden Nachmittag bis zu 40 Schülerinnen und Schüler zur individuellen und kostenlosen Lernförderung zusammen. Zum Abschluss des Gesprächs dankte Kreuzer dem Arbeitskreis Schule nochmals für ihr großes Engagement und versprach auch weiter für Bildungsfragen ein stets offenes Ohr zu haben.

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