Sicher durch den Tunnel

Am 23.Juli wird die 670 Meter lange Tunnelstrecke und die Zuführungsstraßen für die Isnyer Ortsumfahrung endlich eingeweiht. Damit wird sich vieles ändern und alle Beteiligten wollen gut darauf vorbereitet sein: Die Stadt Isny auf den abnehmenden Durchgangsverkehr und vor allem auch die Feuerwehren und Rettungsdienste, falls im Tunnel mal was schief geht. Aus diesem Grunde werden auch Notfallübungen abgehalten und für die Befehlsebene ist eine Begehung notwendig – so geschehen in der vergangenen Woche.

Jedes Ding hat zwei Seiten, auch ein Tunnel, und der nun ganz besonders. Von West nach Ost läuft er unter dem Felderholz durch und von Baden-Württemberg nach Bayern hinein. Wenn es im Tunnel mal krachen sollte, ergibt sich daraus folgendes Bild: In der Zentrale in Ravensburg sind Monitore live geschaltet und von dort aus wird der Alarm ausgelöst. Alle sechzig Meter sind im Tunnel Kameras installiert, die für die Bildübertragung sorgen. Dann geht es los: Bei vollem Tunnelbetrieb können bis zu 150 Fahrzeuge im Tunnel stecken. Der Verkehr wird dann gesperrt und umgeleitet, die alarmierten Wehren fahren an – die Bayern im Osten und die Baden-Württemberger im Westen. Vor der Tunnelöffnung ist auf beiden Seiten nur wenig Platz und je nach Grad der Alarmierung (bis zu sieben Stufen) ist dort genug Platz zum Einleiten der entsprechenden Rettungsmaßnahmen. Vom Blechschaden (1) bis Brand mehrerer Fahrzeuge (6) und auslaufendem Gefahrgut (7) müssen die Feuerwehren auf alles vorbereitet sein. Um darauf so gut wie möglich vorbereitet zu sein, hatte Lindaus Kreisbrandrat Friedholf Schneider die Kommandanten der Wehren von Nonnenhorn bis Maierhöfen vergangene Woche zu einer Begehung nach Maierhöfen eingeladen. Auch Landrat Elmar Stegmann war vor Ort, um sich möglichst umfassend zu informieren. Warum zu diesem Anlass nicht auch die Kommandanten aus dem „Württembergischen“ eingeladen waren, ist allerdings nicht ganz klar. Nachdem Tunnel, technische Einrichtungen und Fluchwege inspiziert waren, ging es zurück nach Maierhöfen ins dortige Feuerwehrgebäude, denn Kameradschaft soll bei solchen Anlässen auch nicht zu kurz kommen. Dort übergab Landrat Elmar Stegmann eine Wärmebildkamera im Wert von rund 8000 Euro an die Feuerwehr Maierhöfen. Zusammen mit zwei Kameras in Isny ist auf diesem Gebiet ebenfalls für Sicherheit gesorgt. Denn wie stellte Friedholf Schneider fest: „Wenn im Tunnel etwas los sein sollte geht ohne Technik gar nichts!“

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