Sinnvoller "Tausch"

Eine bessere Lösung als zunächst vorgesehen hat das Amt für Kindertagesstätten, Schulen und Sport jetzt für eine neue Krippengruppe im Kemptener Süden (St.-Mang) gefunden. Nicht in der Städtischen Kindertagesstätte „Kotterner Flohkiste“, sondern im Kindergarten „Regenbogenhaus“ sollen durch Umwand- lung einer Kindergartengruppe bereits im kommenden Jahr 12 Krippenplätze entstehen. Die dadurch wegfallenden Kindergartenplätze können durch eine neue Gruppe, die im „Bambini-Park“ entstanden ist, aufgefangen werden.

Zu Beginn des Jahres war noch angedacht, zur Schaffung von U3-Betreuungsplätzen im Süden der Stadt eine zweite Krippengruppe in der Kindertagesstätte „Kotterner Flohkiste“ einzurichten. Voraussetzung dafür war jedoch, dass die derzeit in diesem Haus mit untergebrachte SVE (Schulvorberei- tende Einrichtung)-Gruppe des Schwäbischen Förderzentrums für Hörgeschädigte in Augsburg eine adäquate Bleibe in einer anderen Kita findet. Die Suche gestaltete sich jedoch schwierig, da das freie Raumpotential in den Kitas derzeit sehr begrenzt ist, wie Amtsleiterin Birgitt Richter am Dienstag im Jugendhilfeausschuss berichtete. Schwer umzusetzen Zudem ließe sich die Auflösung einer Kindergartengruppe in der Städtischen Kindertagesstätte zugunsten einer zweiten Krippengruppe nur schwer umsetzen, da in der Einrichtung aufgrund ihrer pädagogischen Konzeption die Kinder- gartengruppen in spezielle Altersbereiche eingeteilt sind. Eine Lösung für den Stadtteil konnte jedoch trotzdem gefunden werden. Richter zufolge hat die AWO Schwaben als Trägerin des Kindergarten „Regenbogenhaus“ signalisiert, dass sie sich die Umwandlung einer Kindergarten- in eine Krippengruppe in ihrem Hause sehr gut vorstellen könnte. Die räumlichen Gegebenheiten lassen hier einen einfachen Umbau im Bestand zu. Es müssten nur Räume im Untergeschoss ausgebaut werden. Die Verwaltung schlug dem Jugendhilfeausschuss daher vor, die eigentlich für die „Kotterner Flohkiste“ geplanten 12 Krippenplätze mit dem AWO-Kindergarten zu „tauschen“. Die Gesamtzahl der für den Kemptener Süden vorgesehenen U3-Betreuungsplätze bliebe somit gleich hoch. Haushaltsmittel für den Krippenausbau in der Städtischen Kita sind bereits im Investitionsprogramm eingestellt und können für das neue Projekt genutzt werden. Um einen Förderantrag auf den Weg bringen zu können, müssen die neuen Krippenplätze förmlich bedarfsanerkannt werden. Ein Ausgleich für die entfallenden Kindergartenplätze im „Regenbogenhaus“ ist ebenfalls gefunden. Eine zu Beginn des neuen Betreuungsjahrs im „Bambinipark“ entstandene Kindergartengruppe mit 25 (+1) Plätzen soll bedarfsanerkannt werden, sobald die Umwandlung im AWO-Kinder- garten vollzogen wurde. Zufrieden zeigte sich SPD-Stadtrat Siegfried Oberdörfer, der sich wie alle anderen Mitglieder des Jugendhilfeausschusses für die vorgeschla- gene Lösung aussprach. „Die Verschiebung ist sehr gut, dadurch müssen wir die Krippengruppe nicht in einen anderen Stadtteil auslagern.“ Jugendreferent Benedikt Mayer bezeichnete es sogar als „bessere Lösung“.

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