Ski-Sprinter geben alles in Isny

Über 5000 Zuschauer haben kürzlich bei den Deutschen Ski-Sprint-Meisterschaften herausragende Wettkämpfe im Isnyer Langlaufstadion erlebt. Einige Sportler aus der Region fuhren hervorragende Platzierungen ein. Auch die Organisatoren zeigten sich zufrieden.

„Als Josef am Berg anzog, dachte ich, jetzt nur dranbleiben.“ Für Stefan Seiffert von der SKG Gersfeld hat sich das Dranbleiben gelohnt. Zusammen mit seinem Vereinskollegen Daniel Heun sicherte sich der Hesse am bei Sonnenschein, Minusgraden und vor einer imposanten Zuschauerkulisse den Deutschen Meistertitel im Team-Sprint. Am Tag zuvor strauchelte der Bundespolizist in Führung liegend auf der Zielgeraden, stürzte und musste sich im klassischen Einzelsprint mit Rang drei zufrieden geben. Josef Wenzel vom SC Zwiesel nutzte die Gelegenheit und ersprintete sich den Einzeltitel bei den Herren. Herausragende Athletin beider Wettkampftage war die Oberhoferin Manuela Henkel. Bereits zuvor war die Weltklasse-Langläuferin nicht zu schlagen und eilte in der klassischen Technik allen Damen davon. Auch einen Tag später war die sympathische Thüringerin zusammen mit Anne Jacob vom SV Rottenrode das Maß aller Dinge bei den Damen. Als Vizemeisterinnen beendeten die Lokalmatadorin Sabrina Bühler von der TSG Leutkirch und ihre Teampartnerin Marion Ruf vom SC Vöhrenbach vor rund 3000 Zuschauern den Sprint in der Freien Technik. Den Titel der Jugend 16 sicherten sich die für die Skiverbände Baden-Württemberg startenden Luca Winkler von der SZ Römerstein zusammen mit Benjamin Waidelich vom SV Enzklösterle. „Wir haben hier in Isny perfekt organisierte Wettkämpfe erlebt. Die Zusammenarbeit der austragenden Vereine WSV Isny und SG Niederwangen klappte perfekt“, zog Karl-Heinz Eppinger, Wettkampfbeauftragter des Deutschen Ski Verbandes (DSV), ein durchweg positives Fazit. Er freue sich schon jetzt auf Bewerbungen der Westallgäuer wenn es um die Vergabe der Wettkämpfe für die nächsten Jahre geht, fügte er an. Ebenfalls äußerst zufrieden zeigten sich die Vorsitzenden der beiden veranstaltenden Vereine. „Was wir hier erleben durften, war absolute Spitzenklasse, sowohl sportlich als auch organisatorisch und vielmehr von Seiten unserer mehr als 200 ehrenamtlichen Helfer“, zog Willi Rudhart vom WSV Isny Bilanz. „Über 5000 Zuschauer an beiden Tagen – so etwas habe ich in meiner über 30-jährigen Trainer- und Funktionärslaufbahn bei einer Deutschen Meisterschaft noch nie erlebt“, gab sich Michael Höß, Vorsitzender der SG Niederwangen, überglücklich. Zu einer herausragenden Werbung für den Nordischen Skisport im Speziellen und den Sport im Allgemeinen, seien diese Meisterschaften geraten, ergänzte Rudhart. Manuela Henkel sowie Josef Wenzl liefen auf Welt-Cup-würdigen Strecken in der klassischen Technik vor rund 2500 Zuschauern zu den Titeln. Lediglich Rang sechs blieb für die Langstrecken-Spezialistin Sabrina Bühler aus Ratzenried im Allgäu. Einen Tag später jedoch glänzte die Allgäuerin in der Freien Technik: Insgesamt viermal musste sie zusammen mit ihrer Teamkollegin Marion Ruf die äußerst schwere und damit sehr selektive Strecke im Isnyer Langlaufstadion zurücklegen. Der zweite Platz stand am Ende zu Buche.

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