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Olympia: »Der Schnee ist sehr langsam«

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Von: Lutz Bäucker

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Ein Allgäuer unterwegs in China: Friedrich Moch(WSV Isny) läuft in Peking nicht nur gegen seine Gegner, sondern auch gegen Kunstschnee und eisige Kälte.
Ein Allgäuer unterwegs in China: Friedrich Moch (WSV Isny) läuft in Peking nicht nur gegen seine Gegner, sondern auch gegen Kunstschnee und eisige Kälte. © privat

Isny/Peking – Es sind die ersten Olympischen Spiele für Friedrich Moch.

Der 21jährige vom WSV Isny gilt als größtes Talent unter Deutschlands Skilangläufern. Das hat er beim Auftaktrennen im Olympia-Skiathlon erneut bewiesen, mit Platz 13 war Moch den Spitzenläufern dicht auf den Fersen. Aus China hat er uns seine ersten Eindrücke von den vieldiskutierten Spielen geschickt.

Konnten Sie die Eröffnungsfeier live vor Ort miterleben?

Friedrich Moch: Nein, wir waren leider nicht bei der Eröffnungsfeier dabei, aber es ist trotzdem ein schönes und besonderes Gefühl, als Sportler hier bei Olympia dabei zu sein. Es ist alles nochmal viel größer und spezieller als im Weltcup, man wohnt mit Athleten aus allen möglichen Sportarten zusammen. Für mich ist hier in China sowieso alles neu.

Die Langlaufstrecken liegen mitten in einer trostlos-braunen Kältesteppe, in der es nie schneit. Sie laufen auf reinen Kunstschnee-
Loipen um die Medaillen. Wie fühlt sich das an?

Friedrich Moch: Die Strecken sind sehr, sehr hart, ich würde sagen, das ist der schwerste Parcours, auf dem ich jemals gelaufen bin. Das Gelände ist sehr bergig und der Kunstschnee ist sehr kalt und wird dadurch sehr langsam. Und es ist windig, was alles auch noch schwerer macht. Durch die Höhenlage von etwa 1.600 Metern wird der Wettkampf ziemlich anstrengend. Also, es sind viele Faktoren, die das Ganze erschweren.

Dazu kommt die Kälte. Im Fernsehen sehen wir nur dick vermummte Menschen und Athleten, die sich das Gesicht mit Spezialpflaster gegen die Kälte abkleben.

Friedrich Moch: Ja, es hat meistens Temperaturen zwischen minus zehn und minus 20 Grad. Der Wind macht‘s noch eisiger.

Sie sind im Olympischen Dorf untergebracht. Lässt es sich dort aushalten?

Friedrich Moch: Ja, sehr gut, wir haben große Zimmer. Und beim Essen gibt es eine große Halle mit Buffet, wo es unterschiedlichste Sachen gibt, aber vor allem chinesisches Essen, viel Reis, Fleisch und Gemüse.

Und wie sieht‘s mit dem Testen gegen das Corona-Virus aus?

Friedrich Moch: Wir werden jeden Morgen PCR getestet, kein Problem bisher.

Als Sportler müssen Sie in einer abgeschotteten „Blase“ leben, Kontakte nach außen sind nicht erlaubt. Wie erleben Sie das gerade?

Friedrich Moch: Von China hab‘ ich noch nicht viel gesehen außer Flughafen, Olympisches Dorf und die Langlauf-Strecken. Aber eins kann ich sagen: die chinesischen Helfer hier sind alle sehr freundlich und fröhlich und hilfsbereit.

Danke für Ihre ersten Eindrücke von Olympia in Peking und alles Gute für Ihre nächsten Wettkämpfe!

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