Finanzminister Dr. Markus Söder übergibt Förderbescheid in Kempten

300.000 Euro für Schwaben

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Nach der Übergabe des Förderbescheids hat sich Minister Dr. Markus Söder (re.) in das Goldene Buch der Stadt Kempten eingetragen und im Anschluss mit OB Thomas Kiechle (li.) und Vertretern aus Politik und Wirtschaft den Weihnachtsmarkt besucht.

Kempten/Schwaben – „Das Geld heute ist sicher, das wird ausgegeben“, sicherte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder am vergangenen Mittwoch einer Reihe von Mitgliedern des Schwabenbund e.V. im Kemptener Rathaus zu. Mit 300.000 Euro wird der Freistaat die regionale Initiative finanziell unterstützen.

„Bayern ist ein Land mit starken Regionen. Um die zu erhalten, braucht es Unterstützung“, betonte Söder. Die Zukunft Bayerns entstehe nicht auf dem Münchner Marienplatz, hob er die Bedeutung der Entwicklung der ländlichen Regionen hervor. Es müsse flächendeckend Entwicklungsperspektiven geben, mit viel Eigenspielraum für Bürgermeister und Landräte der einzelnen Kommunen. „Deshalb freue ich mich auch, dass wir den kommunalen Finanzausgleich nach oben setzen konnten.“

Auch schnelles Internet sieht Söder für die Entwicklungsfähigkeit einer Region als existentiell. „Wir müssen das Breitband massiv voranbringen“, betonte Söder und verwies auf die digitale Infrastruktur als wichtiger Standortfaktor. So soll bis 2020 in Bayern flächendeckend kostenloses W-LAN mit Jugendschutzfilter zur Verfügung stehen. „Vor allem im Allgäu als Tourismusregion spielt mobiles Internet eine große Rolle“, erklärte Söder weiter. Ein weiterer Standortfaktor sei die Landesentwicklung mit Sicherung von Arbeitsplätzen, Hochschulen und Behörden auch im ländlichen Raum. „Ich möchte keinen Baustopp für Bayern.“

Herausforderungen in der Region angehen

Mit der Projektförderung des Regionalmanagements „Schwabenbund“ als Zusammenschluss von Politik, Wirtschaft und Kommunen aus Bayern und Baden-Württemberg sollen die Weichen in der Region Schwaben gestellt werden, um gemeinsame Strategien und Projekte zu entwickeln und die Region in punkto Wettbewerbsfähigkeit, Fachkräftesicherung und Siedlungsentwicklung voranzubringen.

„Unser Handeln hier im Allgäu zeigt, dass das Gewicht und die Bedeutung einer Region, wenn sie als Einheit auftritt, stärker ist als wenn jeder Bereich für sich sprechen würde. Das ist auch der Kerngedanke des Schwabenbundes“, betonte Kemptens OB Thomas Kiechle, der zugleich einer der Vorsitzenden des Schwabenbundes ist. In einer übergreifenden Zusammenarbeit für die vielfältigen Herausforderungen der Zukunft noch besser und breiter aufgestellt zu sein und an einem Strang zu ziehen, sei das Ziel des Zusammenschlusses.

Projekte, mit denen sich die insgesamt sieben Landkreise, vier kreisfreien Städte, Regionalverbände, Handwerks-, Industrie- und Handelskammern „diesseits und jenseits der Iller“ derzeit unter anderem beschäftigen, sind das Schwabenbund-Ticket als gültige länder-, verkehrs- und tarifverbundübergreifende Fahrkarte für Bus und Bahn, der Hochschulführer „Südkurs“ als Orientierung für Studieninteressierte und das Wissenstransfer-Netzwerk. Mehr zu den einzelnen Projekten im Internet unter www.schwabenbund.de/ Projekte.

Nach der Übergabe des Förderbescheids hat sich Staatsminister Dr. Markus Söder auch im Goldenen Buch der Stadt Kempten verewigt und anschließend mit OB Thomas Kiechle und Vertretern aus Politik und Wirtschaft den Kemptener Weihnachtsmarkt besucht.

Lea Stäsche

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