Solaranlage auf der Mülldeponie

Auf den beiden grün hervorgehobenen Flächen sollen insgesamt 234 Solarmodule angebracht werden. Mit der Stromleistung können dann mindestens 350 Haushalte versorgt werden. Grafik: Stadtplanungsamt

Auf der Fläche der ehemaligen Mülldeponie Ursulasried soll ein „Solarpark“ entstehen. Die Voraussetzungen für die Pläne schafften vergangene Woche sowohl der Bauausschuss als auch der Stadtrat mit der Begutachtung der 1. Änderung des Flächennutzungsplans sowie der Aufstellung des Bebauungsplans. Die Freiflächensolaranlage soll auf einer Fläche von wohl rund 28 000 Quadratmetern entstehen, wie Stadtplanerin Antje Schlüter erläuterte.

Städtebauliches Ziel ist des der Leiterin des Stadtplanungsamts zufolge, das Gebiet als Sonderbaufläche „Solarpark“ auszuweisen. „Der vorgesehene Standort ist für eine Nutzung als Freiflächen-Photovoltaikanlage gut geeignet“, erklärte Schlüter. Derzeit wird die für die Aufstellung der Solarmodule vorgesehene Fläche als extensives Grünland – Schafbeweidung – genutzt. Begrenzt ist die Fläche durch die Dieselstraße, den Holzbachweg, ein Reit- und Wanderweg, die Kläranlage, den Hundesportplatz und die Sportanlage Riederau. Ohne Vorbelastung durch die Deponiefläche wäre das Gebiet als Gewerbefläche geeignet. Eine Photovoltaikanlage, die auf der Deponie realisierbar ist, stelle eine sinnvolle Nutzung unter den gegebenen Umständen dar, meinte Schlüter. Dem stimmt auch Hans Mangold (Grüne) zu. „Ich begrüße das Projekt“, frohlockte er. Wie OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) sagte, habe das AÜW Interesse „an dem Thema“ als Betreiber. Gute Voraussetzungen Das Gelände der ehemaligen Mülldeponie weist zudem gute Voraussetzungen für eine Solarfläche dar. Im nördlichen Bereich ist das Gelände relativ flach, im südlichen Bereich leicht abfallend und insgesamt ist es nach Süden orientiert. Die einzelnen etwa 234 Solarmodule, die auf Betonbalken stehen, sollen maximal 2,50 Meter hoch sein. Die Solaranlage soll zudem eingegrünt werden, sodass sie nur geringfügig sichtbar ist. Erwin Hagenmaier (CSU) äußerte jedoch Bedenken und meinte, dass man die Anlage schon wahrnehmen werde, auch wegen eines eventuellen Spiegeleffekts. Schlüter erläuterte jedoch, dass die Solarzellen eine eher geringe Spiegelwirkung hätten. 350 Haushalte versorgt Versorgt werden können mit der Gesamtleistung der Freiflächensolaranlage mindestens 350 Haushalte, wie Baureferentin Monika Beltinger am Donnerstag im Stadtrat erklärte. Einstimmig begutachteten vergangene Woche zuerst der Bauausschuss am Dienstag und der Stadtrat am Donnerstag die 1. Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung des Bebauungsplans „Solarpark-Ursulasried“. Die frühzeitige Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung wird voraussichtlich im Januar und Februar stattfinden. Der Billigungs- und Auslegungsbeschluss ist dann für März vorgesehen.

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