Solarpark in Herzmanns eröffnet

Gut gelaunt eröffnen die Vertreter von Politik und Wirtschaft den neuen Solarpark in Waltenhofen-Herzmanns. Foto: Spielberg

„Es war nicht erst die Atomkatastrophe von Fukushima, die uns zum Bau dieser Anlage veranlasste“, so Landrat Gebhard Kaiser (CSU) in seiner Ansprache zur Eröffnung des Solarpark Waltenhofen-Herzmanns am vergangenen Mittwochabend vor Vertretern aus lokaler Politik und Wirtschaft.

„Nein, wir haben uns schon im Jahr 2010 zum Bau dieser Anlage entschieden, weil wir gemeinsam mit dem ZAK – dem Zweckverband der Allgäuer Abfallwirtschaft – schon lange den Weg zur Nutzung erneuerbarer Energien beschreiten“, so der Landkreischef weiter in seiner Ansprache. Beeindruckende Maße Und so verwunderte es auch niemanden der Anwesenden, dass es schlussendlich zum Bau dieser Fotovoltaik-Anlage am Rande von Waltenhofen gekommen ist, sondern es sind eher die Dimension der Anlage und die Kapazität an Stromerzeugung, die doch aufhorchen lassen: Auf einer Fläche von insgesamt 14 300 Quadratmetern das sind dreieinhalb Fußballfelder, stehen 122 Solartische mit einer Gesamtoberfläche von 4384 Quadratmetern lichtempfindlicher Solarzellen zur Erzeugung von klimaneutralem Stroms. So wird von Seiten des ZAK für die kommenden 12 Monate mit einem Stromertrag von etwa 616 678 kWh/a gerechnet, also einem Verbrauch von ungefähr 250 Einfamilienhäusern. Zusätzliche Energie Dabei handelt es sich um Energie, die in das Oberallgäuer Stromnetz zusätzlich eingespeist werden kann, wobei dessen Anteil an Ökostrom für den nutzbaren Strom sich ohnehin mittlerweile zum erheblichen Teil aus regenerativen Energiequellen wie Wasserkraft, dem Müllheizkraftwerk und dem Holzheizkraftwerk in Kempten generiert. Der Landkreis Oberallgäu ist somit ganz weit vorn beim Energiewandel, zeigten sich die Anwesenden am Mittwochabend überzeugt.

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