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"Mal so, Mal so"

Sonja Hüning zeigt gegenständlich bis abstrakt, Isabel Waldmann besonderen Schmuck

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Die großformatigen Arbeiten von Sonja Hüning, in denen diese zum Teil expressive Farbexplosionen einsetzt, sind es wert, sich näher mit ihnen zu beschäftigten, so wie es dieser Besucher der Vernissage tat.

Kempten – Eine sehenswerte Kunstaussstellung ist noch bis Freitag, 18. Mai, im Hofgartensaal der Residenz zu besichtigen. Die in Berlin geborene, aber im Allgäu heimisch gewordene Künstlerin Sonja Hüning zeigt mit 47 Arbeiten aus dem Bereich der Malerei die ganze Bandbreite ihres kreativen Schaffens und Könnens. 

Dabei wiedersetzt sich Sonja Hüning allen künstlerischen Richtlinien. Sich nur einem Sujet zu verschreiben, ist nicht die Sache der nimmermüden Künstlerin, die in Augsburg Maskenbildnerin lernte, aber deren lebenslanger Begleiter die Malerei wurde. Hüning arbeitet zumeist großformatig, was sich auch in ihrer aktuellen Ausstellung im Hofgartensaal wiederspiegelt. Am Freitagabend wurde ihre aktuelle Ausstellung mit einer Vernissage vor rund 120 Gästen eröffnet. In dieser finden sich Gemälde, die in ihrer Machart an alte Meister der Renaissance erinnern ebenso wie Werke, die völlig abstarkt sind, modernistisch wirken und durch ihr schlichtes kontrastreiches Composing den Betrachter in ihren Bann ziehen.

Verschiedene Techniken, verschiedene Materialien

Die Künstlerin verwendet für ihre großformatigen Bilder und Collagen sowohl Acryl, Tusche, Ölfarben als auch Offsetfarben. Als Malgründe dienen Hüning Materialien wie Holz, Malpappe, Blech, Leinwand oder unbehandeltes Leinen. Ihre Werke wandeln allesamt zwischen Geständlichem und Abstraktem und sind es wert, sich tiefergehend mit ihnen auseinanderzusetzen. „Neulich stand ich im März auf dem Residenzplatz und schaute durch das Geäst eines Baumes in den fahlen aber lichten Winterhimmel. Licht. Ich machte ein Foto vom Sujet, ließ das Motiv auf Leinwand drucken und malte auf dieses die Realität abbildende Foto meine Vision eines Knaben der ‚Nahe dem Licht‘ steht“, so die Künstlerin über eines ihrer Werke, die im Rahmen der Ausstellung zu sehen sind.

Ergänzt wird die Ausstellung durch Arbeiten der Goldschmiedin Isabel Waldmann. Einzelausstellungen von Hüning waren bereits in Stuttgart, Kempten, Berlin, Solingen, Naumburg, Füssen, Oberstdorf und Quedlinburg zu sehen. Die Ausstellung hat bis kommenden Freitag täglich von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Jörg Spielberg

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