Frisch herausgeputzt

Sonnenuhr am Kemptener Thingersplatz erstrahlt in neuem Glanz

Enthüllten die frisch restaurierte Sonnenuhr: (v.l.) Eva Thürwächter (Firma Suma), Willi Stiewing (Sprecher des ehemaligen Arbeitskreises „Stadtteilentwicklung Thingers“), Ahmet Gürses (ehrenamtlicher Mitarbeiter) und Thingers-Stadtteilmanager Andreas Höpting. Juli 2021
+
Enthüllten die frisch restaurierte Sonnenuhr: (v.l.) Eva Thürwächter (Firma Suma), Willi Stiewing (Sprecher des ehemaligen Arbeitskreises „Stadtteilentwicklung Thingers“), Ahmet Gürses (ehrenamtlicher Mitarbeiter) und Thingers-Stadtteilmanager Andreas Höpting.
  • VonChristine Reder
    schließen

Kempten – Bei strahlendem Sonnenschein wurde letzten Montag die Steinsonnenuhr auf dem Thingersplatz in Kempten wieder in Gebrauch genommen. Im Rahmen eines kleinen Festaktes wurde die restaurierte Sonnenuhr enthüllt und der Öffentlichkeit übergeben.

„Es ist etwas Besonderes für die Bevölkerung geschaffen worden“, betonte Stadtteilmanager Andreas Höpting in seiner Begrüßung.

Die Steinsonnenuhr sei im Rahmen einer Projektarbeit von Abiturienten des Carl-von-Linde-Gymnasium Kempten im Jahr 2013 konstruiert worden, erklärte der Stadtteilmanager. Der damalige Arbeitskreis „Stadtteilentwicklung Thingers“ (AK Thingers) beschloss, das Projekt „Sonnenuhr“ mit einer Spende zu unterstützen und es fand sich auch schnell ein geeigneter Standort – der Thingersplatz.

Im Dezember 2013 wurde die Sonnenuhr eingeweiht. Ein Zeitmesser, der mit Hilfe des Sonnenstandes am Himmel die Sonnenzeit anzeigt. Als Zeiger fungiert der Sonnenschatten eines angebrachten Stabes, auf einem mit Tagesstunden skalierten Ziffernblatt. Doch das Besondere an dieser Sonnenuhr sei das schräge Ziffernblatt und der Standort, erklärte Höpting. Denn häufig seien Vertikalsonnenuhren gerade und ohne Schräge an Hausmauern zu finden.

Doch nur kurze Zeit war der Zeitmesser in Betrieb. Ende April 2015, erzählte Willi Stiewing, Sprecher AK Thingers, habe er bestürzt festgestellt, dass der Sonnenuhrzeiger offensichtlich herausgerissen und entwendet worden war. Eine Rekonstruktion des Zeigers und die damit verbundene Restaurierung der Sonnenuhr haben sich sehr schwierig gestaltet, erklärte Stiewing. Aufgrund des schrägen Ziffernblattes musste bei der Neuberechnung ein entsprechender Winkel zur Erdachse eingehalten werden. Zudem standen ursprüngliche Berechnungs- und Konstruktionsunterlagen nicht mehr zur Verfügung, da sie von Lehrern und Schülern seinerzeit nicht aufgehoben wurden.

Erst im Sommer 2019 sei dann die Neigung des Sonnenuhrzeigers neu berechnet worden. Paul Thürwächter, Inhaber der Firma SUMA aus Sulzberg, habe den Zeiger rekonstruiert und dem Arbeitskreis Stadtentwicklung Thingers als Geschenk überlassen. Auch die Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu eG. habe die Restaurierung mit einer Spende von 250 Euro unterstützt, ergänzte Michael Zinnecker.

„Durch die Pandemie hat sich die Wiederinbetriebnahme verzögert“, erklärte Höpting. Doch nun erstrahlt die Steinsonnenuhr in neuem Glanz mit einem Sinnspruch, der einen Bezug zur Messung der Zeit darstellt: „Mach es wie die Sonnenuhr, zähl‘ die heiteren Stunden nur.“

Lesen Sie auch: Der Stadtteil Lenzfried und seine Geschichte

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

FDP-Spitzenmann Christian Lindner zu Besuch im Allgäu
Kempten
FDP-Spitzenmann Christian Lindner zu Besuch im Allgäu
FDP-Spitzenmann Christian Lindner zu Besuch im Allgäu
Richtungsweisende Entscheidungen in Dietmannsried
Kempten
Richtungsweisende Entscheidungen in Dietmannsried
Richtungsweisende Entscheidungen in Dietmannsried
»Schockanrufer« testen neue Betrugsmasche
Kempten
»Schockanrufer« testen neue Betrugsmasche
»Schockanrufer« testen neue Betrugsmasche
Rechtsaufsichtsbehörde prüft Beschuldigungen gegen die Gemeinde Haldenwang
Kempten
Rechtsaufsichtsbehörde prüft Beschuldigungen gegen die Gemeinde Haldenwang
Rechtsaufsichtsbehörde prüft Beschuldigungen gegen die Gemeinde Haldenwang

Kommentare