Sonorer Klang

Uhrmachermeister Anton Heiligensetzer (re) hat die schöne alte Standuhr für die Stadtteilbibliothek wieder in Gang gebracht. Beim Einbau des Uhrwerks ging ihm Zweigstellenleiter Matthias Scholz zur Hand. Foto: Tröger

Ein freundliches Tik Tak begrüßt künftig die Besucher der Stadtteilbibliothek St.-Mang am Eingang. Dank eines KREISBOTEN-Berichts darüber, wie Zweigstellenleiter Matthias Scholz eine alte, aber nicht funktionierende Standuhr für das Rotschlössle ergattern konnte, schlägt die alte „Dame“ nun wieder ihren regelmäßigen Takt.

Uhrmachermeister Anton Heiligensetzer, dem die Liebe zum mechanischen Uhrwerk anzumerken ist, hatte sich nach Lesen des Artikels spontan bereit erklärt, das edle Stück unentgeltlich wieder flott zu machen. „Es ist ein schönes Teil“, meinte Heiligensetzer, für den die „Nachbarschaft“ zur Stadtteilbibliothek „Grund genug“ gewesen sei, seine Hilfe anzubieten. Aber auch mit dem Rotschlössle selbst fühlt er sich verbunden, wie mitschwang, als er sich an fast tägliche Besuche in Kindertagen bei einem Freund dort erinnerte. Um das Jahr 1900 datierte Scholz die bestens erhaltene Uhr, die noch aus „sehr gutem Material“ gemacht worden sei. Denn, so erklärte er, „je näher es an den Ersten Weltkrieg ging, desto schlechter wurde das Material“ für solche Dinge. Vor allem Rost und Schmutz hätten das Uhrwerk zum Erliegen gebracht. Auch bei den Lagern hatte Heiligensetzer Hand angelegt, wie dieser ergänzte, und manches habe abgeschliffen werden müssen. Aber die Uhr „hat eine so tolle Qualität, dass sich die Arbeit gelohnt hat“, schwärmte er, während er das Uhrwerk im dunkelbraunen Holzgehäuse befestigte und Pendel und Gewichte placierte. Als er schließlich die Zeiger positionierte, erklang der warme, sonore Klang des Schlagwerks, das die beide Uhrenliebhaber so begeistert.

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