Sozialbau hat Grund zur Freude

Die Belebung der Reichs- und Stiftsstadt durch Sanierung und Neubau, die Versorgung der Bevölkerung mit preiswertem Wohnraum, energetische Modernisierung, Anpassung der Wohnquartiere an den demographischen Wandel sowie aktives Sozialmanagement sind aktuell die bedeutendsten Aufgaben der Sozialbau. Diese Marktanforderung erfüllte die Sozialbau Kempten GmbH auch im Geschäftsjahr 2009 in ihren Geschäftsbereichen Hausbewirtschaftung, Neubau und Verkauf, Baubetreuung, städtebauliche Sanierung und Objektmodernisierung nach eigenen Angaben sehr erfolgreich. So dürfen sich Gesellschafter und Aufsichtsrat der Sozialbau über die von Geschäftsführer Herbert Singer kürzlich vorgelegte Bilanz mit einem Jahresüberschuss von rund 2,2 Millionen Euro (Vorjahr: 1,97 Millionen) freuen.

Der Jahresumsatz von etwa 27,9 Millionen Euro wurde von 80 Sozialbau-Mitarbeitern erwirtschaftet, die unter anderem Bauinvestitionen von über 21,2 Millionen Euro im Jahr 2009 hoch motiviert bewältigten. Die Bilanzsumme von 157,2 Millionen Euro enthält respektable 55,9 Millionen (oder 35,6 Prozent) Eigenkapital. Das Kerngeschäft der Sozialbau, die Vermietung und Bewirtschaftung ihrer 5982 Wohn- und Gewerbeeinheiten (3901 Mietwohnungen, 222 Gewerbeeinheiten, 1859 Eigentumswohnungen), verlief auch 2009 erfreulich. Von den jährlich rund sieben Millionen Euro flossen zur kontinuierlichen Verbesserung der Wohnqualität im Jahr 2009 alleine etwa 3,5 Millionen in drei Wohnquartiere, unter anderem in den Kempten-Ost (Auf dem Bühl), Steufzgen (Aybühlweg) und Thingers (Habichtweg) mit 140 Wohnungen. In 2010 investiert die Sozialbau Kempten in diese Stadtquartiere weitere rund vier Millionen Euro für weitere 180 Wohnungen. In ähnlicher Weise wurden in den vergangenen zehn Jahren etwa in die Qualität des eigenen Gebäudebestands investiert. Über 14 000 Menschen wohnen, leben und arbeiten auf rund 467 000 Quadratmeter Wohn- und Gewerbeflächen der Sozialbau. Die gute Mietnachfrage sorgte bei 341 Mieterwechseln für Vollvermietung. Ausgebaut wurde die Wohndienstleistung „Wohnraumanpassung“ für Mieter im Seniorenalter, deren Wohnungen die Sozialbau ihren speziellen Bedürfnissen baulich anpasst. „Wiederaufbau“ der Altstadt: Rund sechs Millionen Euro hat die Sozialbau auf dem „Schwanengelände“ im Herzen der Altstadt investiert, um entlang der Burgstraße einen neuen, innerstädtischen Dienstleistungsstandort zu entwickeln. Etwa 160 Arbeitsplätze durch die Mieter „Telis-AG“ und „Barmer“ sowie Soloplan konnten so für die Altstadt gewonnen werden. Zusammen mit dem „Parkhaus-Altstadt“ stehen jetzt 130 Parkplätze zur Verfügung. Auf dem ehemaligen „Sixt“-Gelände realisiert die Sozialbau ab Frühjahr 2011 ein weiteres Wohn- und Dienstleistungsgebäude mit dem IV. Bauabschnitt „An der Stadtmauer“. Der städtebaulichen Abrundung der Altstadtentwicklung zwischen Burgstraße und Bäckerstraße kann so freudig entgegen gesehen werden. Eine historische Sanierungsleistung erbrachte die Sozialbau 2009 für das denkmalgeschützte Gebäude in der Bäckerstraße 9, ehemals „Schwarzer Adler“. 2,5 Millionen Euro mussten für den Erhalt und die zeitgemäße Modernisierung für den Stadtjugendring „in die Hand genommen“ werden. Für weitere Quartiersbelebung in der Stiftsstadt hat die Investition der Sozialbau von insgesamt sieben Millionen Euro in das ehemalige Maria-Ward-Institut gesorgt. Durch Umbau und Sanierung der früheren Mädchenrealschule konnten über 4000 Quadratmeter einer neuen schulischen Nutzung zugeführt werden. Parallel dazu entstanden auf rund 900 Quadratmetern ein Neubau mit elf hochwertigen Stadtwohnungen sowie 23 Tiefgaragenplätze, die alle zügig verkauft wurden. Mit der Fertigstellung wurde ein weiterer Markstein gesetzt, der die Stiftsstadt im Herzen von Kempten als „urbane Wohn-, Arbeits- und Lernstadt“ belebt. Am Klinikum Kempten in der Robert-Weixler-Straße errichtete die Sozialbau ein neues Ärztehaus mit rund 5000 Quadratmetern Nutzfläche. Im März konnte die Eröffnung verschiedener Arztpraxen sowie kliniknaher medizinischer Versorgungseinrichtungen gefeiert werden. Bis zum Endbezug Ende deds jahres tätigt die Sozialbau hierfür Gemeinwesen-Investitionen von über zehn Millionen Euro. Auf der „Jakobwiese“ konnten in den vergangenen Jahren weitere 20 Reiheneigenheime gebaut und allesamt sehr erfolgreich verkauft werden. In Kürze bietet die Sozialbau zusätzliche fünf neue Eigenheime an. Kooperation mit BSG Gemeinsam mit BSG-Allgäu wurden „Am Hofgarten“ bereits 85 verkaufte stadtnahe Eigentumswohnungen fertig gestellt. In den letzten zwei Bauabschnitten entstehen derzeit 55 hochwertige zwei- bis vier-Zimmer-Wohnungen. Die Nachfrage ist hervorragend. Bis Ende 2011 werden alle 140 Wohnungen fertig gestellt sein. In Lindau hat die Sozialbau mit dem Siedlungswerk Stuttgart in herrlicher seenaher Parklage ein Pflegeheim mit 28 Wohnplätzen und 62 Eigentumswohnungen – davon 34 betreute Seniorenwohnungen – fertig gestellt und verkauft. Sie investierten dabei rund 13 Millionen Euro. Als Planer, Investor und Bauherr beschreitet die KJemptener Sozialbau seit Frühjahr 2010 neue Wege für die Hochschule Kempten. In nur zwölf Monaten Bauzeit wird als „Denkfabrik“ ein Hochschul-Neubau auf 3300 Quadratmetern Nutzfläche für rund 7,25 Millionen für den Freistaat Bayern entstehen. Notwendig wird dies unter anderem für den doppelten Abiturjahrgang 2011 und den zusätzlichen Schub an Studenten für die attraktive Hochschule Kempten. Seit April 2010 baut der Verein für Körperbehinderte an der Gerhard-Hauptmann-Straße in Kempten. Die Generalplanung und Baubetreuung für das „Peter-Landwehr-Haus“ hat die Sozialbau übernommen. Bis Jahresende entsteht ein barrierefreies, dreigeschossiges Gebäude für zwei Wohngruppen sowie sechs Appartements mit Tagesbetreuung. Die unsichere Finanzwirtschaft stärkt laut Singer die Nachfrage nach sicheren Geldanlagen in werthaltige Immobilien. Dies führt zu einer optimistischen Prognose der Sozialbau für 2010/2011.

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