"Eine großartige Geste"

Sozialbau spendet 150.000 Euro für Hospiz-Neubau

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Der passende Anlass, die neue Sozialbau-Logowand einzuweihen, war die Spendenübergabe von 150.000 Euro der Sozialbau an den Hospizverein Kempten-Oberallgau e.V.: (v.l.) Udo Himml (Mitglied Aufsichtsrat Sozialbau), OB Thomas Kiechle, Stephan Bartzack, Martin Langenmaier (Stv. Geschäftsführer Sozialbau), Josef Mayr (Vorsitzender Hospizverein), Michael Ehrentreich (Projektleiter Sozialbau), Herbert Singer (Geschäftsführer Sozialbau), Stephan Prause (Stadtrat), Susanne Hofmann (Hospizleiterin), Helga Geiger (Vorstand Hospizverein), Josef Leonhard Schmid (Stadtrat), Wolfgang Schmidt (Vorstand Hospizverein), Pfarrer Folkmar Specker (Vorstand Hospizverein) und Sibylle Knott (2. Bürgermeisterin).Foto: Spielberg

Kempten – Vor vier Jahren reifte bei den Mitgliedern des Hospizvereins Kempten-Oberallgäu e.V. der Gedanke, ein neues Hospiz mit 16 Gästezimmern zu errichten. Die demografische und gesellschaftliche Entwicklung machte dies erforderlich. Das alte Hospizgebäude Ecke Memminger/Madlener Straße wurde bereits abgerissen und dort soll bis Ende 2019 das neue vergrößerte Hospiz errichtet sein (der Kreisbote berichtete). Bis dahin ist das Hospiz am Interimsstandort im Margaretha- und Josephinen-Stift am Adenauer Ring 39 untergebracht.

3,6 Millionen Euro hat der Hospizverein Kempten-Oberallgäu e.V. bereits für den Neubau gesammelt. Schon zu Beginn der Planungen wurde die Sozialbau als erfahrener Partner mit ins Boot geholt, der die Projektentwicklung und -steuerung übernehmen sollte. Gemeinsam mit dem Architekturbüro f64, dem Hospizverein, der Allgäu Hospiz gGmbH und der Sozialbau wurde der Neubau in den vergangenen drei Jahren geplant und projektiert. Hauptaufgabe der Sozialbau war dabei die bauordnungsrechtliche und bauplanungsrechtliche Abstimmung mit der Stadt Kempten. Ebenfalls verantwortlich war die Sozialbau für die Kommunikation mit den Nachbarn und den Versorgungsträgern. Somit wurde die Firma der kompetente Ansprechpartner für die Hospizfamilie in allen Belangen des Projekts.

Dieses Vorhaben hat auch die Sozialbau viel Einsatz, Zeit und Engagement gekostet. Summa summarum besteht seitens des Unternehmens für die Projektbegleitung eine Forderung in Höhe von 150.000 Euro. Dass diese nun nicht zu einer Verbindlichkeit des Hospizvereins wird, sondern sich in eine Spende verwandelt, darüber freuten sich alle Akteure, sowohl der Vorstand, als auch das Team rund um die Hospizleiterin Susanne Hofmann. Die Sozialbau verzichtet auf die Einlösung der Forderung und somit spart sich der Hospizverein Kosten in Höhe von 150.000 Euro. Ein „Herzliches Vergelt‘s Gott!“ waren dann auch die einleitenden Dankesworte vom Vorsitzenden des Hospizvereins, Josef Mayr. „Eine großartige Geste, die uns bei der Realisierung unserer Herzensangelegenheit einen weiteren großen Schritt voranbringt“, so Mayr.

OB Thomas Kiechle sprach von einem „…tollen Schulterschluss, der uns dem Projektende näherbringt“. Herbert Singer, Geschäftsführer der Sozialbau, stellte das Wirken der Sozialbau bei der Realisierung des Projektes als Klammer dar und erklärte: „Eine Spende dieser Höhe hatten wir noch nie, aber wir erachten dieses Projekt als gesellschaftlich so relevant, dass wir die Akteure des Hospizvereins Kempten-Oberallgäu e.V. mit einem Verzicht auf Begleichung der Schuld unsererseits gerne unterstützen.“

Jörg Spielberg

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