Sozialbau startet beim ehemaligen Bundeswehrlazarett durch

„Leben im Calgeer-Park“

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Ab Februar 2017 ist das ehemalige Lazarett im Eigentum und Besitz der Sozialbau. Der Vertrag dazu wurde am gestrigen Donnerstag unterzeichnet.

Kempten - Der Kauf des ehemaligen Bundeswehrlazaretts durch die Sozialbau ist vollzogen. Am gestrigen Donnerstag wurde der Vertrag zwischen BIMA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) und Sozialbau unterzeichnet, wie Herbert Singer, Geschäftsführer der Sozialbau, dem Kreisboten auf Nachfrage mitteilte. Der Eigentums- und Besitzübergang erfolgt zum 1. Februar 2017.

Im Juli dieses Jahres hatte der Liegenschaftsausschuss entschieden, dass der Sozialbau das der Stadt Kempten zustehende Erstzugriffsrecht übertragen werden soll und im September und Oktober seien bereits die Preisgutachten erstellt worden. Trotz des recht umfangreichen Vertragswerks seien die Verhandlungen dann „zügig erfolgt“, erklärte der hörbar erfreute Sozialbauchef. Baurechtlich muss nun zunächst eine Umnutzung von der derzeit Sondernutzung zu einer für Wohnentwicklung erfolgen. Die Planungsphase habe schon begonnen.

Da die Sozialbau nicht nur ein Interesse daran habe, „dass sich etwas tut, sondern dass sich zügig etwas tut“, werde das weitere Vorgehen „zweigeteilt“. Eine raschere Umsetzung wird laut Singer beim Hauptgebäude bei einer „einfachen Nutzung“ möglich sein. Hier soll eine „gute Mischung“ aus 42 Mietwohnungen entstehen, die von der Sozialbau im Rahmen ihres Modells für die bürgerliche Mitte angeboten werden. Im Schwerpunkt sollen, neben auch einigen Zweizimmerwohnungen, Familienwohnungen entstehen mit drei bis zu fünf Zimmern. Ziel ist Baubeginn im Herbst 2017, möglichst noch im Oktober. Das sei zwar „ambitioniert“, aber für Singer auch nicht unrealistisch.

Auch das in Richtung Adenauerring, im östlichen Teil des Geländes, gelegene Gebäude soll im Bestand der Sozialbau bleiben und mit 30 Studentenwohnungen bestückt werden. Das Zeitfenster muss hier mit mindestens eineinhalb Jahren aber großzügiger angesetzt werden, da hier ein „ganzheitliches Bebauungsplanverfahren“ notwendig sei und städteplanerische Themen wie die Verkehrssituation am Adenauerring, die Nähe zum Carl-von-Linde-Gymnasium oder Lärmschutz behandelt werden müssten.

Wichtig ist Singer für beide Wohnbereiche von „Leben im Calgeer-Park“ aber in jedem Fall eines: „Wir wollen versuchen die Zäune verschwinden“ und Park mit Wohnbebauung verschmelzen zu lassen. Denn bei der Sozialbau gebe es nirgends Zäune.

Dass hier nun Mietwohnungen für die bürgerliche Mitte entstehen werden, freut auch OB Thomas Kiechle, denn „damit geben wir schon eine Antwort auf den drängenden Bedarf in diesem Segment, meinte er auf Nachfrage des Kreisboten. „Es ist gut, dass es insgesamt zu einer Nachnutzung gekommen ist, die gut in diesen Bereich passt“.

Christine Tröger

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