Vier Organisationen freuen sich

Sozialbau überreicht diesjährige Weihnachtsspende im neuen Hospiz

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Die Vertreter von vier sozialen Organisationen freuten sich über die Weihnachtsspende der Sozialbau. V. li.: Vorsitzender des Stadtjugendring Stefan Keppeler, Vorsitzende der Lebenshilfe Waltraud Bickel, Vorsitzender des Hospizverein Josef Mayr und Vorstand sowie Schatzmeister des Kinderschutzbund Rudolf Haginger mit Herbert Singer, Geschäftsführer der Sozialbau.

Kempten – Das Hospiz steht kurz vor der Eröffnung. So bot es sich an, das Spendentreffen der Sozialbau Kempten Wohnungs- und Städtebau GmbH in dem neuen Gebäude stattfinden zu lassen. Bürgermeister und Vorsitzender des Hospizvereins Kempten-Oberallgäu Josef Mayr führte die kleine Gesellschaft durch das Hospiz. Die mehreren tausend Spender, die den Neubau erst ermöglicht hatten, können sicher sein, dass ihr Geld bestmöglich eingesetzt wurde. Die Weihnatsspende der Sozialbau über 10.000 Euro wird zu gleichen Teilen auf das Hospiz, die Lebenshilfe, den Kreisjugendring und den Kinderschutzbund aufgeteilt.

Begeistert waren alle Anwesenden von dem modernen, schlichten, hellen und großzügigen, gleichzeitig einladenden und gemütlichen Haus, in dem zukünftig maximal 16 Gäste Platz finden werden. Drei Jahre waren zunächst Spenden gesammelt worden, bevor mit drei Millionen Euro der Startschuss für den Neubau endlich gegeben werden konnte. 

„Das war der Zeitpunkt, endlich einen Kran auf den Bauplatz zu stellen. Damit die Leute sehen, dass es vorwärts geht“, sagte Mayr. Er bedankte sich für die große Hilfe der Sozialbau, die Bauträger und -betreuer ist, und freute sich darüber, dass der Verein zeitlich und finanziell den geplanten Rahmen einhalten konnte. 

In kurzer Gesprächsrunde waren sich die Vertreter der sozialen Organisationen darüber einig, dass unsere Region sehr gut vom sozialen und ehrenamtlichen Engagement getragen werde. Herbert Singer, Geschäftsführer der Sozialbau, sieht einen deutlichen Gegensatz zu der allgemein oft negativen Berichterstattung der Presse. „Das entspricht nicht dem Bild unserer Gesellschaft vor Ort. Es geht uns gut.“ Auch Christine Lüddemann, Geschäftsführerin der Lebenshilfe, sprach die gute Zusammenarbeit und Quervernetzung der sozialen Einrichtungen an. „Wir können gemeinsam viel Unglück verhindern.“ 

Josef Mayr schloss mit den Worten: „Das Leben ohne Ehrenamt ist möglich, aber absolut sinnlos.“ Der Kinderschutzbund ist seit September 2019 in neuen Räumen in der Memminger Straße beheimatet. Schatzmeier Rudolf Haginger sprach von einem nun passenden Ambiente, das die Suche nach neuen Mitarbeitern erleichtern könnte. Der Verein wird die Spende über 2500 Euro in noch verbleibende kleine Baustellen investieren. Der Stadtjugendring will mit der Spendensumme seinen Materialverleih – Zeltausrüstung, Raftingboote oder mediale Geräte – aufrüsten. Im nächsten Jahr wird gemeinsam mit verschiedenen Jugendverbänden darüber entschieden, wofür genau das Geld verwendet wird. Die Lebenshilfe realisiert 2020 zwei neue Wohngruppen für Erwachsene mit geistigen Behinderungen. In den angemieteten Räumen im Margaretha- und Josefinenstift wird das Geld für die Beschaffung der Kücheneinrichtung verwendet, die den Bewohnern möglichst hohe Selbstständigkeit bieten soll.

Annette Mayr

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