Für Soziale Klimaerwärmung

Weihnachtsspende der Sozialbau gut angelegt

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Strahlende Gesichter bei der Übergabe (v.l.): Seelsorger Josef Eberle für das Allgäu Hospiz, Stefan Keppeler für den Stadtjugendring, Herbert Singer, Geschäftsführer Sozialbau, Gebhard Kaiser für den Allgäuer Hilfsfonds, Christine Lüddemann für die Lebenshilfe, Martin Langenmaier, stellvertretender Geschäftsführer der Sozialbau.

Kempten – In der Vorweihnachtszeit häufen sich die erfreulichen Termine, und auch die Weihnachtsspende der Sozialbau kommt mit schöner Regelmäßigkeit. Vier bewährte Organisationen beschenkt sie heuer mit je 2500 Euro. 

Alle stehen seit vielen Jahren und nicht nur zur Weihnachtszeit in kollegialem Kontakt untereinander und schultern große Aufgaben.

Für eine gute Begleitung am Anfang und am Ende des Lebens stehen zwei der geförderten Einrichtungen in besonderem Maße: Die Lebenshilfe Kempten wird mit der Spende ein neues Hilfs- und Beratungsangebot für Eltern mit einer Behinderung schaffen. Christine Lüddemann, Geschäftsführerin der Lebenshilfe, erklärte, was „Begleitete Elternschaft“ bedeutet: Eltern mit einer Behinderung werden von einem interdisziplinären Team in ihren Erziehungsaufgaben, aber auch in Krisensituationen professionell unterstützt. Diese „Rückendeckung“ soll ihren Kindern eine gesunde Entwicklung ermöglichen und den Start ins Leben erleichtert.

Gut begleitet werden Menschen am Lebensende sowie ihre Familien seit 15 Jahren im stationären Hospiz in Kempten. Die Zuwendung fließt in den Neubau an der Madlenerstraße. „Das ganze Allgäu kann stolz auf dieses außergewöhnliche und kühne 6,9-Millionen-Projekt sein“, beteuert Josef Eberle, der frühere Krankenhausseelsorger für das Hospiz. Auch wenn die Zahl der Plätze von bisher acht auf zwölf und später auf 16 erhöht wird, soll die Atmosphäre im neuen Haus familiär bleiben und Geborgenheit vermitteln.

20 Jahre Allgäuer Hilfsfonds, 2018 ist ein Jubiläumsjahr! In dieser Zeit wurden 1,5 Millionen Euro an unschuldig in Not geratene Allgäuer Familien verteilt. Schnelle und unbürokratische Hilfe ist das Markenzeichen dieser Organisation mit 208 Mitgliedern. „Es gibt keine problematische Lebenslage, mit der wir nicht schon konfrontiert gewesen wären“, so der 1. Vorsitzende Gebhard Kaiser. Besonders die dramatischen Brandfälle sind ihm sehr präsent. Die Sozialbau-Spende füllt den in ehrenamtlicher Arbeit verwalteten Hilfsfonds wieder ein Stück auf. Die Lücken im sozialen Netz werden den Allgäuer Hilfsfonds auch in den kommenden 20 Jahren nicht überflüssig machen.

„Wir stecken das Geld in politische Bildung und Partizipation!“, sagte Stefan Keppeler vom Stadtjugendring. Medienpädagogik heißt das Stichwort, mit der man nicht früh genug beginnen könne. Schließlich brauchen Jugendliche Anleitung, um Fake News von Tatsachen unterscheiden zu können. Die bestens besuchte „Wahlparti“ im Künstlerhaus war so ein politisches Informationsprojekt. Denn: Nur kritische und aufgeklärte Jugendliche können sich dem angstmachenden Rechtsruck in der Gesellschaft entgegenstellen. Zu ihrem herzerfrischenden Fotokalender ist den Jugendlichen von Kempten-Ost sehr zu gratulieren. Die Spende ermöglicht auch im kommenden Jahr solche tollen Gemeinschaftsaktionen.

Die Themen der vier Organisationen sind alle irgendwie miteinander verwoben, alle vier sorgen für die soziale „Klimaerwärmung“. Die Sozialbau Kempten hat ihre Weihnachtsspende in gute Hände gelegt.

Elisabeth Brock

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